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Rodeln: Möller und Geisenberger holen Meistertitel

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David Möller rast durch den Eiskanal. (FOTO: DPA) 
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In Abwesenheit der erkrankten Rodel-Olympiasieger Tatjana Hüfner und Felix Loch haben sich Natalie Geisenberger und David Möller die deutschen Meistertitel gesichert.
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Königssee/dpa. 

Zwei Tage vor Weihnachten war die 24-Jährige aus Miesbach auf ihrer Hausbahn am Königssee nicht zu schlagen und fuhr ihren dritten nationalen Sieg heraus. Der zweimalige Weltmeister Möller machte sogar bereits seinen vierten Meistertitel perfekt. Erneut eine Klasse für sich im vorolympischen Winter waren die Doppelsitzer Tobias Wendl und Tobias Arlt.

«Jetzt freue ich mich auf Weihnachten», sagte Geisenberger nach ihrem Erfolg und pustete erleichtert durch: «Die erste Saisonhälfte war schon ziemlich anstrengend.» Die in dieser Weltcup-Saison bislang erfolgreichste Rodlerin verwies auf ihrer Heimstrecke Anke Wischnewski und Junioren-Weltmeisterin Aileen Frisch auf die weiteren Podestplätze.

Kampflos musste Hüfner ihren Titel an Teamkollegin Geisenberger abtreten. Die viermalige Weltmeisterin hat schon seit Beginn des Winters Rückenprobleme und verzichtete deshalb im Endspurt auf Weihnachten auf den Start am Königssee. «Das war einfach nicht mehr zu kompensieren», erklärte die Olympiasiegerin. «Der Körper braucht einfach mal wieder Ruhe.»

Wie Hüfner fehlte auch Olympiasieger Loch, der trotz einer Grippe zur Siegerehrung an seiner Heimbahn auftauchte. «Ich bin froh, dass ich nicht zum Weltcup Anfang Januar krank geworden bin», betonte der Berchtesgadener. Möller nutzte die Gunst der Stunde und fuhr vor allem dank eines starken zweiten Laufes vor Europameister Andi Langenhan und Johannes Ludwig zum Sieg.

Nach vier Siegen in den bisherigen vier Weltcup-Rennen waren die Doppelsitzer Wendl/Arlt auch bei den nationalen Meisterschaften eine Klasse für sich. Der Bayern-Express verwies Toni Eggert und Sascha Benecken deutlich auf den zweiten Platz und beendete mit dem dritten Meistertitel eine traumhafte erste Saisonhälfte. Auf dem dritten Platz landete das erst vor kurzem neu formierte Duo Daniel Rothamel und Toni Förtsch.

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