Vorlesen

Rodeln: Hüfner nimmt Auszeit wegen Verletzung

Uhr | Aktualisiert 23.12.2012 20:05 Uhr
Tatjana Hüfner will nach einer Pause wieder starten. (FOTO: DPA) 
Seit Wochen fuhr Tatjana Hüfner hinterher. Die Rodel-Szene rätselte über die Gründe für die Formkrise der Olympiasiegerin aus Blankenburg. Jetzt lüftete die seit Jahren Beste ihres Metiers ihr schmerzvolles Geheimnis - und zog sich vorerst von Wettkämpfen zurück.
Drucken per Mail
Königssee/DPA/MZ. 

Anhaltende Rückenprobleme sind der Grund für die zuletzt schwachen Resultate und die nun folgende Auszeit. "Das war nicht mehr zu kompensieren", sagte Hüfner zu ihren Rückenproblemen, die sie bereits bei den ersten vier Weltcup-Rennen geplagt hatten. "Da wird man dann auch im Kopf immer fester. Beim Rodeln ist es aber ausschlaggebend, dass man sich frei fühlt."

Nun will die Ausnahmefahrerin erst einmal abschalten. "Der Körper braucht einfach mal Ruhe, um wieder neu angreifen zu können. Ich denke, dass ich mit ein bisschen Ruhe wieder zu Kräften komme." Beim Weltcup in Oberhof Mitte Januar will Hüfner zurückkehren und Kurs auf den Saisonhöhepunkt nehmen, die WM Anfang Februar im kanadischen Whistler. Mit der Auszeit muss die viermalige Weltmeisterin, die im vorolympischen Winter noch ohne Sieg ist, wohl auch ihre Hoffnungen auf den erneuten Gewinn des Gesamt-Weltcups begraben.

In Abwesenheit von Titelverteidigerin Hüfner sicherte sich am Wochenende auf der Bahn in Königssee Natalie Geisenberger den Titel. David Möller gewann die Männer-Konkurrenz. Für Geisenberger war es der dritte Meistertitel. "Jetzt freue ich mich auf Weihnachten", sagte die 24-Jährige und pustete erleichtert durch: "Ich kann nicht mehr. Die erste Saisonhälfte war schon ziemlich anstrengend."

Bei den Männern nutzte der zweimalige Weltmeister Möller nach der Grippe-Absage von Felix Loch die Gunst der Stunde und holte seinen vierten Meistertitel. "Nach der Absage von Felix wusste ich, dass alles möglich ist", sagte der 30-Jährige, der Europameister Andi Langenhan bezwang. Olympiasieger Loch nahm's gelassen: "Ich bin froh, dass ich nicht zum Weltcup Anfang Januar krank geworden bin."