Vorlesen

NBA: Dallas Mavericks kommen in Schwung

Uhr | Aktualisiert 15.01.2013 16:37 Uhr

Dirk Nowitzki kam gegen Minnesota auf zehn Zähler. (FOTO: DPA)

Von
Die Zuversicht bei den Dallas Mavericks ist zurück. Nicht nur der dritte Sieg in Serie beim souveränen 113:98 über die Minnesota Timberwolves lässt bei Dirk Nowitzki und Co. die Hoffnung auf ihre Playoff-Außenseiterchance wachsen.
Drucken per Mail
Dallas/dpa. 

Auch der spendable Teambesitzer Mark Cuban lässt mit seiner Ankündigung eine leichte Aufbruchstimmung aufkeimen. «Jeder soll wissen, dass die "Bank of Cuban" geöffnet ist», sagte der Milliardär vor dem Sprungball. Mit einer hundertprozentigen Wahrscheinlichkeit werde der Club bis zum Ende des Wechselfensters am 21. Februar aggressiv Transfermöglichkeiten ausloten. «Wenn es der richtige Deal ist, macht es uns nichts aus, Geld auszugeben. Wir machen aber keinen Trade nur um des Trades willen. Es muss seinen Wert haben.»

Nach der Ankündigung ihres Bosses zeigte der Meister von 2011 lange vermisste Qualitäten. Aufbauspieler Darren Collison glänzte mit 23 Punkten und neun Assists ebenso wie Nebenmann O.J. Mayo (20/9), so dass ein relativ unauffälliger Auftritt von Nowitzki mit zehn Zählern zum Erfolg reichte. «Die Jungs sind einfach besser geworden», meinte der Würzburger. «Collison trifft phänomenale Entscheidungen, genauso O.J., der die richtigen Pässe spielt.» Neuzugang Collison gab dieses Lob gleich zurück: «Er ist einer der uneigennützigsten Mitspieler, die ich jemals hatte», sagte er über Nowitzki.

Bei nur 16 Siegen aus 39 Spielen liegt Dallas kurz vor Halbzeit der regulären Saison allerdings auf dem zwölften Platz in der Western Conference weiter deutlich hinter den Playoffrängen zurück. Zudem kamen die jüngsten drei Erfolgen gegen eines der schwächsten Teams der Liga (Sacramento Kings), eine müde Mannschaft auf Auswärtsreise (Memphis Grizzlies) und das verletzungsgeplagte Minnesota.

So bleibt den Mavs voraussichtlich nur der Weg auf den Transfermarkt, um die ganz große Trendwende noch zu schaffen. Da die Texaner unter der Gehaltsobergrenze liegen, könnten sie bei einem Wechsel einen deutlich höher dotierten Vertrag aufnehmen als abgeben.

«Es ist sehr gut zu wissen, dass er dazu bereit ist», sagte Nowitzki über die Ankündigung Cubans. «Das ist genau das, was er mir versprochen hatte, als ich 2010 erneut unterschrieben hatte. Unser Ziel war damals, dass wir für vier Jahre ein Gewinnerteam bleiben. Jetzt müssen wir schauen, was passiert.» Dass die Texaner in Nowitzki ihren wertvollsten Transfer-Baustein eintauschen, hatte Cuban zuletzt mehrfach kategorisch ausgeschlossen.

Auch interessant