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Jörg Böhme: Ex-Profi mit Zeitzer Wurzeln ist wieder ein Königsblauer

Co-Trainer Jörg Boehme (vorn) beobachtet mit Manfred Dubski und Juergen Luginger das Training.

Co-Trainer Jörg Boehme (vorn) beobachtet mit Manfred Dubski und Juergen Luginger das Training.

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Gelsenkirchen -

Seine Profikarriere als Fußballer hat der Zeitzer Jörg Böhme bereits 2008 beendet. Er spielte unter anderen in Jena, Bielefeld und auf Schalke. Zehnmal spielte er sogar für das deutsche Nationalteam und erzielte ein Tor. Seit 2015 ist er wieder zu den Königsblauen zurückgekehrt und ist nun Co-Trainer des U-23-Teams. Das Interview führte MZ-Mitarbeiterin Anja Melior.

Mit Schalke wurden Sie zweimal Pokalsieger. Wie kam es zur Rückkehr zu den Königsblauen?

Böhme: Man sagt ja „einmal Schalker, immer Schalker“, und so ist es auch bei mir. Der Kontakt zum S04 ist nach meinem Weggang und auch nach meiner aktiven Laufbahn nie abgerissen. So kam es, dass der Verein schließlich mit mir Kontakt aufgenommen hat, als es die Stelle des U 23-Co-Trainers neu zu besetzen galt. Anschließend habe ich mich mit Knappenschmiede-Direktor Oliver Ruhnert getroffen, um die Details zu besprechen. Und nun freue ich mich sehr, wieder auf Schalke zu sein.

Welche Ziele haben Sie mit der U23-Mannschaft?

Böhme: Vorrangiges Ziel in der U23 ist es, Spieler weiterzuentwickeln. Wir haben eine sehr junge Mannschaft, die im sogenannten Übergangsbereich an den Senioren-Fußball herangeführt wird.

Gibt es in ihrem Kader Jungs, die demnächst in der Bundesliga kicken?

Böhme: Das ist immer schwierig zu prognostizieren. Was man aber sicher sagen kann ist, dass bei uns einige Jungprofis Spielpraxis sammeln, um auf einen möglichen Einsatz in der Lizenzspielermannschaft gut vorbereitet zu sein. In der laufenden Spielzeit sind zum Beispiel Marvin Friedrich, Thilo Kehrer, Alexander Nübel, Felix Platte und Felix Schröter bereits für uns aufgelaufen.

Der FC Schalke 04 war im vergangenen Jahr mit seiner Traditionself in Zeitz. Treten Sie selbst noch ans runde Leder?

Böhme: Leider kann ich nach einer schweren Knieverletzung nicht mehr wirklich Fußball spielen. Trotzdem bin ich bei Gerald Asamoahs Abschiedsspiel im vergangenen November noch einmal aufgelaufen. Doch die 20 Minuten haben ehrlich gesagt schon gereicht. Allerdings kann ich mich mit anderen Sportarten fithalten. Ich jogge gerne und spiele ab und an ein bisschen Tennis.

Was verbindet Sie heute noch mit Ihrer Heimatstadt Zeitz?

Böhme: Meine Mutter lebt noch in Zeitz und wenn es der etwas enge fußballerische Terminkalender zulässt, besuche ich sie selbstverständlich. Und natürlich vergesse ich niemals, dass meine fußballerische Laufbahn dort begonnen hat. Bei Chemie Zeitz habe ich eine sehr gute Ausbildung genossen.

Bei Chemie Zeitz, dem heutigen 1. FC, haben Sie das große und kleine Fußball-Abc gelernt. Wissen Sie denn, in welcher Liga der Verein momentan spielt und verfolgen Sie das Geschehen?

Böhme: Der 1. FC Zeitz spielt jetzt in der Landesliga-Süd in Sachsen-Anhalt und bewegt sich derzeit im Mittelfeld der Tabelle.

Natürlich verfolge ich das Geschehen noch aus der Ferne, schaue mir Resultate und Tabellen im Internet an.

Werden die Fans Sie eines Tages auf der Bank des Bundesligisten FC Schalke 04 sehen?

Böhme: Es ist das Ziel eines jeden Trainers, so hoch wie möglich zu trainieren, aber es ist natürlich auch nicht ganz einfach, dieses zu erreichen. Bei Energie Cottbus habe ich schon einmal eine Profi-Mannschaft trainiert, und das hat mir viel Freude bereitet. Ob man mich allerdings einmal in der Veltins-Arena sehen wird, weiß ich natürlich nicht (lacht).

(mz)