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Handball-WM: Spanien steht bei Heim-WM im Finale

Uhr | Aktualisiert 25.01.2013 23:03 Uhr

Der Spanier Alberto Entrerrios (l.) steigt zu einem Sprungwurf in die Höhe. (FOTO: DPA)

Die spanischen Handballer stehen im Finale ihrer Heim-WM und dürfen vom ersten Titelgewinn seit dem WM-Triumph von 2005 träumen. Der Gastgeber besiegte Außenseiter Slowenien im Halbfinale in Barcelona nach einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit mit 26:22 (13:12).
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BARCELONA/sid. 

Die spanischen Handballer stehen im Finale ihrer Heim-WM und dürfen vom ersten Titelgewinn seit dem WM-Triumph von 2005 träumen. Der Gastgeber, der im Viertelfinale das deutsche Team aus dem Turnier geworfen hatte, besiegte Außenseiter Slowenien im Halbfinale in Barcelona nach einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit mit 26:22 (13:12). Bester spanischer Werfer war Joan Ca ellas mit fünf Treffern, bei den Slowenen traf Gasper Marguc am häufigsten (7 Tore).

„Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Wir hatten in der ersten Hälfte aber unsere Schwierigkeiten, vor allem in der Abwehr. Das wurde dann deutlich besser. Zudem hat Arpad Sterbik im Tor sehr gut gehalten“, sagte Spaniens Trainer Valero Rivera. Und Kreisläufer Julen Aguinagalde ergänzte: „Ich bin froh, dass wir im Finale stehen, aber auch ein bisschen traurig, dass wir nicht so gut gespielt haben.“

Für die Iberer ist es die zweite Endspiel-Teilnahme in der WM-Geschichte. Gegner im Finale am Sonntag (17.15 Uhr/Sport 1) ist Europameister Dänemark oder der Olympiadritte Kroatien, die sich am späten Freitagabend gegenüber standen. Slowenien, das sich erstmals für ein WM-Halbfinale qualifiziert hatte, trifft im Spiel um Platz drei bereits am Samstag (19.00 Uhr) auf den Verlierer des zweiten Halbfinals.

Vor den Augen des spanischen Fußball-Nationalspielers Andres Iniesta tat sich der Favorit im Palau Sant Jordi lange Zeit schwer. Von der Leidenschaft, die Spanien noch im Spiel gegen Deutschland ausgezeichnet hatte, war zunächst wenig zu spüren. 14.000 Zuschauer in der nicht ausverkauften Halle sahen ein durchschnittliches Handballspiel. In der Abwehr standen die Spanier gewohnt sicher, doch vorne fehlten zunächst die zündenden Ideen. Spaniens erste Fünf-Tore-Führung nach 24 Minuten durch Kreisläufer Gedeon Guardiola von den Rhein-Neckar Löwen schmolz bis zur Pause auf einen Treffer. Vor allem Keeper Gorazd Skof hielt die Slowenen in dieser Phase im Spiel.

Erst Mitte der zweiten Hälfte setzten sich die Gastgeber entscheidend ab. Der Treffer zum 20:14 (48. Minute) durch Rückraumspieler Ca ellas bedeutete die Vorentscheidung. Slowenien bot im Angriff im zweiten Durchgang eine schwache Leistung.

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