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Handball-WM: DHB-Team erreicht das Achtelfinale

Uhr | Aktualisiert 18.01.2013 20:03 Uhr
Dominik Klein machte gegen Montenegro ein starkes Spiel. (FOTO: DPA) 
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Die deutschen Handballer gehören bei der WM in Spanien zu den Top 16. Mit einer Energieleistung und einem fast unüberwindbaren Abwehrriegel besiegte der EM-Siebte in Granollers Angstgegner Montenegro mit 29:21 (13:11).
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Granollers/dpa. 

Durch den dritten Sieg im vierten Spiel der Vorrundengruppe A hat sich die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) wie ersehnt vorzeitig für das Achtelfinale qualifiziert. Montenegro, das in der WM-Qualifikation den Olympia-Zweiten Schweden ausgeschaltet hatte, bleibt ohne Punktgewinn.

Mit einem Sieg im abschließenden Vorrundenspiel am Freitag gegen Weltmeister Frankreich kann das Team von Bundestrainer Martin Heuberger den zweiten Gruppenplatz sicherstellen und auf einen leichteren Achtelfinalgegner hoffen. Vor rund 3700 Zuschauern warf Dominik Klein vier Tore.

«Der Druck war da, schließlich hatte Montenegro die letzte Chance. Wir haben in der Abwehr Beton angerührt, das war die Grundlage», sagte Heuberger und Klein ergänzte nach dem Erfolg: «Wir genießen diese Belohnung, die wir uns hart erarbeitet haben.»

Der Held des deutschen 31:27-Sieges gegen Argentinien am Vortag musste gegen Montenegro wieder auf der Bank Platz nehmen. Bundestrainer Heuberger setzte in seiner Startformation auf Silvio Heinevetter als Nummer 1 im Tor statt Carsten Lichtlein. «Wir haben zwei gute Torhüter dabei. Ich habe immer gesagt, dass Silvio Heinevetter die Nummer 1 ist», erklärte Heuberger.

Lichtlein nimmt die Rangordnung an, ohne zu murren. «Wenn ich komme, muss ich 100 Prozent da sein. Wenn 'Heine' gut hält, freue ich mich auch. Das Team muss zwei Punkte holen, egal wer im Tor steht», sagte der Lemgoer. Und weiter: «Wir sind zwei verschiedene Typen. Ich ergänze mich sehr gut mit 'Heine'. Das ist wichtig und das sieht man, glaube ich, auch.»

In jeder Auszeit diskutierten die beiden Schlussleute über das Wurfverhalten der Montenegriner. Wie das ganze Team hatten die beiden Torhüter nur eins im Sinn: Revanche nehmen für die 27:31-Niederlage in der EM-Qualifikation in Mannheim im November. «Mit Montenegro haben wir noch eine Rechnung offen», sagte Lichtlein.

«Wir haben daraus gelernt, dass man mit einer grottenschlechten Leistung gegen niemanden gewinnen kann. Das passiert uns hier nicht. Vielleicht war das Spiel in Mannheim ganz gut für dieses Turnier», sagte Oliver Roggisch. Der Kapitän war der Schlüsselspieler in der vierten WM-Partie. Als Abwehrchef hielt er die Deckung zusammen. Zudem entlastete die Defensive so Keeper Heinevetter. Roggisch, Spielmacher Michael Haaß und ihre Nebenleute sorgten mit ihrer Abwehr maßgeblich dafür, dass sich die deutsche Mannschaft auch dank zahlreicher Konter auf 12:8 (24.) absetzen konnte. "Es war fantastisch, was Haaß und Roggisch im Innenblock geleistet haben", lobte Heuberger.

Der Bundestrainer blieb dabei seiner bisherigen Linie treu und wechselte Teile seiner erfolgreichen Startformation aus und brachte frische Kräfte. Doch damit nahm er der Abwehr die Stabilität und dem Angriff die Durchschlagskraft. Drei Gegentreffer in Serie waren die Folge und zur Pause stand mit dem 13:11 lediglich ein Zwei-Tore-Vorteil zu Buche. «Wir haben für fünf Minuten unser Konzept verloren, sonst wäre die Führung deutlicher», sagte Roggisch.

Auch nach der Pause blieb es zunächst ein zähes Ringen. Montenegro glich beim 13:13 (35.) aus. Doch das deutsche Team behielt die Nerven, zog durch sieben Treffer in Serie auf 21:14 (43.) davon und verschaffte sich damit den spielentscheidenden Vorteil.

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