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Handball: DHB-Team mit Remis im WM-Test gegen Schweden

Uhr | Aktualisiert 06.01.2013 22:01 Uhr

Handball Länderspiel: Deutschland - Schweden n Hamburg. Deutschlands Christoph Theuerkauf (M) wirft den Ball. (FOTO: DPA)

Die deutschen Handballer haben im zweiten WM-Testmatch gegen Schweden ein Unentschieden erreicht. Das Team von Trainer Martin Heuberger spielte in Hamburg 28:28 gegen die Skandinavier.
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Hamburg/sid. 

In lässigen Jeans, Turnschuhen und mit einem zufriedenen Lächeln im Gesicht verabschiedete sich Martin Heuberger in den eintägigen Kurzurlaub. „Die Spiele waren ein deutlicher Schritt nach vorn im Vergleich zu den letzten Auftritten im November“, sagte der Handball-Bundestrainer nach dem hart erkämpften 28:28 seines Teams am Sonnabend gegen Schweden.

Probleme in der Abwehr

Und obwohl der Weltmeister von 2007 den ersten Vergleich mit dem nicht für die WM qualifizierten Olympiazweiten 43 Stunden zuvor noch für sich entschieden hatte (26:20), tut Heuberger gut daran, die Ergebnisse nicht überzubewerten. Die neu formierte deutsche Auswahl zeigte sich wenige Tage vor dem Turnier in Spanien (11. bis 27. Januar) nur bedingt WM-tauglich.

Ohne den wegen einer Magenverstimmung pausierenden Kapitän und Abwehrchef Oliver Roggisch fehlte es beim zweiten Auftritt vor allem an der nötigen Stabilität in der Abwehr. „Wir haben in Schweden eine sehr gute 6:0-Abwehr gespielt. Im Rückspiel hat uns Olli als Stabilisator gefehlt. Aber nicht nur in der Abwehr müssen wir uns noch steigern, auch im Tempospiel müssen wir effektiver werden“, sagte Heuberger.

Hinten testete der Bundestrainer verschiedene Deckungs-Konstellationen und -formationen, vorn gab er seinem gesamten 16er Kader Spielanteile. „Wir haben noch Luft nach oben. Vor allem die erste Halbzeit des zweiten Spiels war nicht so dolle“, sagte Torhüter Silvio Heinevetter, „aber ich glaube, wir sind auf einem guten Weg.“ Der Keeper von den Füchsen Berlin hatte entscheidenden Anteil daran, dass sein Team mit einem guten Gefühl in die WM-Generalprobe am Mittwoch in Stuttgart gegen Rumänien gehen kann. Heinevetter war in beiden Begegnungen der überragende deutsche Spieler.

Spielmacher Michael Haaß gab im Hinblick auf den WM-Auftakt am kommenden Sonnabend in Granollers gegen Brasilien den Mahner: „Wir sollten uns jetzt langsam unserer Topform nähern. Die Spiele haben mal wieder gezeigt, dass wir gegen jede Mannschaft gut aussehen können, aber auch gegen jede Mannschaft schlecht.“ Wichtig sei gewesen, dass sein Team das zweite Spiel trotz eines Rückstands in der Schlussphase nicht verloren habe.

Ausgleich kurz vor Schluss

Erst 13 Sekunden vor dem Ende der Partie hatte Kreisläufer Christoph Theuerkauf für den Ausgleich gesorgt. Linksaußen Dominik Klein versprach nach dem Remis: „In Spanien wird eine Mannschaft auf der Platte stehen, die absolut Spaß an der Sache hat und sich auf dem Feld zerreißt.“

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