Vorlesen

Grandioser Auftakt der Skispringer: Freund feiert seinen dritten Weltcup-Sieg

Uhr
Severin Freund (M.) feiert seinen Sieg vor Thomas Morgenstern (l.) und Anders Bardal. (FOTO: DPA) 
Von
Paukenschlag zum Saisonauftakt der Skispringer: Severin Freund hat in Lillehammer völlig überraschend für einen deutschen Sieg bei der ersten Einzelkonkurrenz des WM-Winters gesorgt.
Drucken per Mail
Lillehammer/Leipzig/dapd. 

Der 24-Jährige aus Rastbüchl, der sich im April einer Bandscheiben-Operation unterziehen musste, setzte sich auf der Normalschanze nach Sprüngen auf 99 und 100,5 Meter mit 268,5 Punkten vor dem dreimaligen Olympiasieger Thomas Morgenstern durch. Der Österreicher (99+102 Meter) lag lediglich 1,3 Zähler zurück.

Der 17-jährige Andreas Wellinger aus Ruhpolding führte bei seinem ersten Weltcup-Wettbewerb überhaupt vor dem Finaldurchgang noch, fiel dann aber auf Platz fünf zurück. „Ich bin trotzdem superglücklich und an meinem Vorbild Severin Freund schon ganz schön dicht dran“, meinte Wellinger lächelnd. Der Team-WM-Dritte Freund meinte nach dem erst dritten Weltcup-Erfolg seiner Laufbahn: „Der Sieg war knapp, das macht es noch süßer. Ich bin schmerzfrei, entspannt - und genieße das einfach.“

Zwtl.: Carina Vogt Vierte

Gesamtweltcup-Vorjahresgewinner Anders Bardal (267,0/98+101) aus Norwegen wurde Dritter. Wellinger (266,1/103+98,5) fehlten lediglich 0,9 Zähler zum Podest. Bundestrainer Werner Schuster gratulierte dem ganzen Team für eine geschlossene Leistung und sagte: „Ich bin froh über diesen tollen Saisoneinstand.“ Richard Freitag (Aue) wurde Elfter, Michael Neumayer (Berchtesgaden) kam auf Platz 18.

Im ersten Frauen-Wettbewerb der Saison verfehlte Carina Vogt aus Degenfeld als Vierte das Podest lediglich um 2,9 Zähler. Es siegte die Japanerin Sara Takanashi vor der Amerikanerin Sarah Hendrickson und Anette Sagen aus Norwegen.

Zwtl.: Kombinierer enttäuschen

Enttäuschend war inders das Abschneiden der deutschen Kombinierer - dies lag vor allem an den schwachen Sprungleistungen. Der Olympia-Zweite Björn Kircheisen aus Johanngeorgenstadt belegte nach dem Springen und dem 10-km-Skilanglauf den 13. Rang, Manuel Faißt aus Baiersbronn folgte auf Platz 15. Es gewann der im Springen achtplatzierte Norweger Magnus Moan mit einer Sekunde Vorsprung auf den Franzosen Jason Lamy-Chappuis.

Dritter wurde in der Olympiastadt von 1994 der Österreicher Bernhard Gruber (3,3 Sekunden zurück). Der Rückstand von Kircheisen auf den Gewinner betrug 20,6 Sekunden, Faißt kam mit 24,4 Sekunden Rückstand ins Ziel. Janis Morweiser (Oberstdorf) und Weltmeister Eric Frenzel (Oberwiesenthal) belegten die Plätze 26 sowie 27.