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RB Leipzig: Ewald Lienen sieht in der Rangnick-Elf eine „Erstligamannschaft“

Anthony Jung (l.) im Zweikampf mit St. Paulis Enis Alushi.

Anthony Jung (l.) im Zweikampf mit St. Paulis Enis Alushi.

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Axel Heimken/dpa

HAMBURG/LEIPZIG -

Zum dritten Mal in Serie ist es Trainer-Dino Ewald-Lienen gelungen, die Leipziger Offensivkraft zu stoppen. Der Coach sorgte am Freitagabend mit seinem FC St.Pauli für ein Deja-vu-Erlebnis bei RB: Saisonübergreifend musste sich der Bundesliga-Aspirant zum dritten Mal hintereinander 0:1 (0:1) gegen die Kiezkicker geschlagen geben.

Unumwunden gab der 62-Jährige aber auch zu: „Wir hatten riesen Glück“. Lienen war voll des Lobes für den Kontrahenten: „Leipzig hat gezeigt, dass sie das absolute Spitzenteam der Liga sind. Das ist für mich eine Erstligamannschaft.“

Zum ersten Mal nach 271 Tagen trat RB Leipzig die Heimreise ohne einen Punkt an. Für die erste Auswärtsniederlage der Saison nannte Trainer Ralf Rangnick zwei Gründe: „Zum einen haben wir nicht so gut restverteidigt. Auch beim Gegentor war das eine Situation, die einer unserer Innenverteidiger besser lösen muss.“ Bereits nach acht Minuten waren die Gäste durch einen Konter und den abschließenden Treffer von Marc Rzatkowski in Rückstand geraten.

Im Anschluss sprachen einige Indizien dafür, dass sich das Blatt zugunsten des Zweitligaspitzenreiters wenden würde. Lienen sah sein Team nach der Führung in der Abwehr wie eine Kaninchen vor der Schlange. „So dominant zu sein und sich so viele Torchancen auf einem nicht einfach zu bespielenden Boden herauszuspielen, das war schon großes Kino“, meinte der Pauli-Coach.

„In den statistischen Werten lagen wir bei vielen Dingen vorn, nur dem entscheidenden nicht, dem Ergebnis“, sagte Rangnick, der 29 Torschüsse seines Teams sah. „Einen davon kann man auch schon mal machen. Das ist eigentlich untypisch für uns. Aber wir haben sie heute nicht gemacht und deshalb müssen wir mit der Auswärtsniederlage leben“, nannte der 57-Jährige den zweiten Grund für die Pleite.

Die Paulianer vernagelten am Freitag förmlich das Millerntor. Dass die Leipziger ihre zahlreichen Chancen nicht nutzen konnten, lag vor allem an Keeper Robin Himmelmann, der mit mehreren starken Paraden glänzte. Erst zum dritten Mal in dieser Spielzeit gelang den Leipzigern kein eigener Treffer. Paulis Torschütze Rzatkowski adelte seinen Mannschaftskollegen: „Er hat überragend gehalten und uns den Sieg geholt.“

Sorgen muss sich der Spitzenreiter aus Leipzig mit Blick auf die Tabelle erstmal keine machen, auch wenn im Aufstiegsrennen sogenannte „Big Points“ gegen einen direkten Konkurrenten vergeben wurden. Den Tabellenführer und St. Pauli auf Platz vier trennen weiterhin acht Punkte. Lienen gab dem Kontrahenten zum Abschluss mit auf den Weg. „Ich wünsche Leipzig viel Glück und alles Gute, ich glaube aber nicht, dass sie es brauchen, denn die werden das schon machen“, und grinste seinen Trainerkollegen Rangnick an. (dpa)