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Winter-Transfermarkt: HFC-Manager sucht nach Soforthilfe

Ralph Kühne

HFC-Manager Ralph Kühne

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LÖFFLER/ARCHIV

Halle (Saale) -

Wer am Mittwochvormittag auf dem Kunstrasenplatz in Halle-Neustadt einen Testspieler suchte, der suchte vergebens. Dabei wäre es durchaus möglich gewesen, hatte HFC-Trainer Stefan Böger am Ende des Türkei-Trainingslagers doch angekündigt: „Wir werden unsere Augen und Ohren weiterhin offen halten.“ Zehn Tage bleiben dem Drittligisten noch, um nachzubessern. Nur: „Bei diesen Bedingungen“, erklärte Manager Ralph Kühne am Mittwoch, „schwebt uns eine Testphase eher nicht vor.“

Die eisigen Temperaturen sorgen für ungünstige Platzverhältnisse. Deshalb würde es schwer fallen, einen Probespieler zu beurteilen. Und überhaupt: Der HFC ist nicht auf der Suche nach einer eventuellen Verstärkung. Wenn, dann soll es eine Soforthilfe sein. Einer, der keine Eingewöhnungs- oder Entwicklungszeit benötigt.

„Wir werden im Winter definitiv kein Talent verpflichten, das noch ein halbes Jahr braucht“, stellt Ralph Kühne klar. „Wir müssen zu einhundert Prozent überzeugt sein, wenn wir noch auf dem Transfermarkt aktiv werden sollten.“ Gespräche laufen momentan zwar, konkrete Verpflichtungen würden sich aber nicht andeuten.

Die Ausfälle von Florian Brügmann, der verletzt bis zu drei Monate fehlen wird, und Stürmer Timo Furuholm, dessen Rückkehr sich immer noch nicht abzeichnet, haben eigentlich für Handlungsbedarf gesorgt. Wenngleich Kühne meint: „Wir sind weit davon entfernt, Aktionismus zu betreiben. Viel wichtiger als mögliche Neuzugänge wäre, dass bei den vorhandenen Offensivleuten, Sören Bertram und Osayamen Osawe natürlich ausgenommen, endlich der Knoten platzt.“

In den vergangenen drei Drittligaspielzeiten waren die Rot-Weißen zwar immer auf dem Winter-Transfermarkt aktiv. Aber: „Daraus ergibt sich nicht automatisch der Automatismus, dass es auch in diesem Winter klappt“, meint Kühne.

Bei Andreas Voglsammer, kürzlich von Heidenheim aussortiert, hatte der HFC angefragt. Er passte ins Profil, wäre eine Soforthilfe gewesen. Doch der 24 Jahre alte Stürmer unterschrieb am Mittwoch bei Zweitligist Arminia Bielefeld. „Im Winter“, meint Ralph Kühne, „ist es manchmal schwierig.“ Auch weil die finanziellen Mittel des HFC begrenzt sind. (mz)