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Toni Lindenhahn beim HFC: Ein Kämpfer geht voran

Toni Lindenhahn

Auch beim Box-Training mit Champion Dominic Bösel in dieser Woche war Toni Lindenhahn (r.) mit vollem Einsatz bei der Sache.

Foto:

E. Schulz

Halle (Saale) -

Ob er noch kurz für ein Foto posiert? „Na klar“, sagte Toni Lindenhahn und lacht. Die Pressekonferenz am Freitag war gerade vorbei, da schlich sich der Vertreter vom HFC-Fanradio von der Seite heran, um sich einen kleinen Wunsch zu erfüllen: Ein Erinnerungsstück mit dem Fan-Liebling.

Das war symbolisch für Lindenhahns Rolle. Der Ur-Hallenser ist all die Jahre den Weg des Halleschen FC mitgegangen. Er ist der Junge aus den eigenen Reihen, der den Weg nach oben geschafft hat. Sie lieben ihren Toni Lindenhahn. Das taten sie auch, als er so lange verletzt war.

Im Sommer 2014 riss sich der 25-Jährige das Kreuzband und das Außenband im linken Knie. Ob er je wieder ernsthaft ein Kandidat für die dritte Liga wird? „Das stand in den Sternen“, sagt Lindenhahn. 14 Monate brauchte er, um ansatzweise wieder das Spielniveau erreichen zu können, das er früher einmal hatte. Seine Vertragsverlängerung im letzten Sommer war eher ein Freundschaftsdienst.

Umso überraschender ist es, was in den letzten Wochen passiert ist: Lindenhahn ist inzwischen der kämpferische Anführer des Teams. Er steht regelmäßig im Kader. Die letzten beiden Spiele rackerte er über 90 Minuten. Die vorbildliche Einstellung, der Wille waren unübersehbar. Höhepunkt war sein Treffer gegen den 1. FC Magdeburg vor zwei Wochen. Sein erstes Tor seit dem Kult-Hammer im Frühjahr 2014 aus 35 Metern gegen Hansa Rostock. Gegen den FCM hätte er der Derby-Held werden können. Wurde er nicht. Aber: Lindenhahn hat es allen gezeigt, die ihn abgeschrieben hatten. Wodurch? „Das hat viel mit dem Kopf zu tun. Man muss sich einreden, dass man es packt“, meint er.

„Ich staune, wie er zurückgekommen ist“, sagt auch HFC-Trainer Stefan Böger. Lindenhahn ist der Inbegriff für den Fußball, den er spielen lassen will. „Toni ist ein Sinnbild für das Kämpferische. Er spielt mit Herz, Mut und Beharrlichkeit.“ So will er das ganze Team gegen Dresden am Sonntag sehen.

Lindenhahn, der früher viel von seinem Talent lebte, fällt nichts mehr von allein zu. „Ich brauche mehr Behandlungen, Tapes oder Lasertherapien“, sagt er. „Da muss man auch mal die Physiotherapeuten loben.“ Die haben einen guten Job gemacht, in dem sie den Außenflitzer wieder fit gemacht haben. Sie haben immer noch viel Arbeit mit Lindenhahn, bei dem es „hier und dort mal zwickt“, wie Böger sagt. Was angesichts der Vorgeschichte normal sei.

Eigentlich wäre jetzt auch die richtige Zeit, um ein neues Arbeitspapier anzugehen. In dieser Form kann der Hallesche FC Lindenhahn gut gebrauchen. „Es wurde noch nicht mit mir gesprochen“, sagt er. „Das wird in nächster Zeit passieren. Ich möchte auch von eventuellen anderen Angeboten nichts wissen. Das weiß mein Berater.“

Er konzentriert sich auf die Gegenwart. Auf den Sonntag. Auf Dynamo. Da wird er alles geben, was in ihm steckt - und würde gern wieder für fröhliche Fotos posieren.

Die Dynamo-Fans werden ab 11.45 Uhr vom Hauptbahnhof über die Merseburger Straße, Huttenstraße und Koch-Straße zum Stadion und zurück (gegen 16.15 Uhr) geleitet. Es kommt zu zeitweiligen Sperrungen. Auch im Umfeld des Sportparks werden Straßen gesperrt. (mz)


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