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Rechte Krawalle in Leipzig: HFC und Lok Leipzig verurteilen gewaltsame Ausschreitungen

Zahlreiche Autos der Polizei stehen am 11.01.2016 in Leipzig in einer Reihe. Die Pegida-Veranstalter haben ihre Dresdner Montagskundgebung aus Anlass des Jahrestages der Legidagründung nach Leipzig verlegt.

Zahlreiche Autos der Polizei stehen am 11.01.2016 in Leipzig in einer Reihe. Die Pegida-Veranstalter haben ihre Dresdner Montagskundgebung aus Anlass des Jahrestages der Legidagründung nach Leipzig verlegt.

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dpa

Halle (Saale) -

Der Hallesche Fußballclub HFC und der 1. FC Lokomotive Leipzig haben sich von den rechtsextremen Ausschreitungen in der Nacht zum Dienstag im Leipziger Stadtteil Connewitz distanziert.

„Wir verurteilen die Vorkommnisse auf das Entschiedenste“, sagte HFC-Präsident Michael Schädlich der MZ. Die Täter seien keine HFC-Anhänger, „auch wenn sie mit Schals des Clubs oder anderen Utensilien diesen Eindruck erwecken sollten“. Es sei verwerflich, dass einige Personen durch die Verwendung von HFC-Symbolen „das Ansehen unseres Vereins in den Dreck gezogen“ hätten. Schädlich kündigte an, gegebenenfalls mit Stadionverboten oder Vereinsausschlüssen zu reagieren, sollten Täter überführt werden.

Ähnlich äußerte sich der Oberligist Lok Leipzig. Die Randalierer verkörperten nicht die Werte des Vereins, hieß es in einer Erklärung. Lok Leipzig sei „mit seinen vielen Nachwuchsspielern aus über 20 Ländern ein toleranter und weltoffener Verein“.
Nach Angaben der Leipziger Polizei sind die meisten der 211 Randalierer vom Montagabend als „rechtsmotiviert“ oder als „Gewalttäter Sport“ aktenkundig und stammen aus dem Umfeld der beiden Fußballvereine. In der Datei „Gewalttäter Sport“ führen die Bundesländer gewaltbereite Fußballfans auf. (mz)

Ein Jahr Legida in Leipzig
Leipzig, 11. Januar 2016: Bei der Demo zum ersten Jahrestag von Legida in Leipzig waren rund 3.000 Teilnehmer dabei. Etwa ebenso viele Menschen demonstrierten für Weltoffenheit und Toleranz. Hunterte Rechte zogen randalierend durch Leipzig-Connewitz.


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