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Mitteldeutsche Zeitung | HFC-Saisonziele: Trainer Stefan Böger rechnet ab 45 Punkten
24. February 2016
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HFC-Saisonziele: Trainer Stefan Böger rechnet ab 45 Punkten

Stefan Böger

Auf den künftigen Sportdirektor Stefan Böger warten in Halle keine leichten Aufgaben.

Foto:

imago/Hentschel

Halle (Saale) -

Seit einer Woche ist klar: Stefan Böger wechselt nach der Saison beim Halleschen FC in die Funktion des Sportdirektors. Noch ist er zwölf Spiele Trainer des Fußball-Drittligisten. Das betont er ausdrücklich. Und mit diesem Grundtenor sprach er mit Christoph Karpe.

Herr Böger, am Freitag steht die nächste Punktspiel-Aufgabe bei der Reserve des VfB Stuttgart an, den Tabellenletzten. Auf dem Papier durchaus machbar. Wie stellt man die eigene Mannschaft so darauf ein, dass sie nicht übermütig wird?
Stefan Böger: Es ist durchaus schwierig, das Team taktisch auf eine Mannschaft vorzubereiten, die ständig mit wechselnder Aufstellung spielt. Wir, Scout Gerd Schädlich und ich, haben uns intensiv mit Stuttgart beschäftigt, aber wichtiger ist es diesmal, sich auf sich selbst zu konzentrieren. Gleichzeitig geht es darum, den Spielern vor Augen zu halten, wie gefährlich der Gegner durch die individuelle Stärke der einzelnen Spieler ist. Und übermütig wird bei uns niemand. Für Stuttgart ist ein Sieg fast die letzte Chance auf den Klassenerhalt. Die werden sich nicht einfach ergeben.

Wie könnte die taktische Marschroute aussehen?
Böger: Wir müssen den Stuttgarter Spielern die Lust nehmen. Das geht, wenn sie merken, dass sie nicht kombinieren können.

Mit welchem Personal im defensiven Mittelfeld? Tim Kruse ist wegen der fünften Gelben Karte gesperrt. Kommt jetzt Ivica Banovic zurück?
Böger: Ivica hat erst eine Einheit komplett mittrainiert, da müssen wir sehen, ob es für den Kader reicht. Dorian Diring wäre eine Option für die vakante Position, oder auch Sascha Pfeffer, der das im Training schon gespielt hat. Wenn der Gegner einen großen Spieler aufstellt, ist es auch möglich, dass einer unserer Innenverteidiger vorrückt. Wir sind da flexibel.

Es wird ja gern hochgerechnet. Was ist für den Tabellensiebten HFC in dieser Saison noch drin?
Böger: Ich bin im September mit einer Mission angetreten: drin bleiben. Dafür müssen kurz- oder mittelfristig 45 Punkte her. Noch neun fehlen also. Die wollen wir so zügig wie möglich einsammeln. Dann können wir schauen, welcher Platz realistisch noch möglich ist.

Ungeachtet dessen ist es zwangläufig, sich mit der nächsten Saison zu beschäftigen. Sind diejenigen Spieler, die regelmäßig auf der Tribüne sitzen, Streichkandidaten?
Böger: Die Tribüne ist in keiner Weise ein Indiz dafür, wer gehen wird. Jeder kann sich weiterhin anbieten.

Gab es schon Gespräche bei denen Spielern gesagt wurde, dass sie keine Zukunft beim HFC haben?
Böger: Von meiner Seite aus nicht. Das wäre auch zum jetzigen Zeitpunkt der prima Stimmung abträglich. Die Spieler erfahren es rechtzeitig, wenn wir der Meinung sind nicht weiter mit ihnen zu planen.

Über Sören Bertram und Osayamen Osawe heißt es, sie seien definitiv nach der Saison weg und bei einem höherklassigen Klub. Ist dem so?
Böger: Interessenten gibt es, keine Frage. Aber bisher haben die Spieler nicht gesagt, dass sie nicht in Halle bleiben wollen. Wir wünschen uns, dass sie bleiben. Das wissen sie. Aber ich gehe nun nicht jeden Tag hin und erkundige mich nach ihrer Entscheidung oder klopfe ihre Befindlichkeiten ab.

Haben die älteren Spieler wie Kruse, Banovic oder auch Marco Engelhardt, deren Verträge auslaufen, eine Zukunft beim HFC?
Böger: Wir wissen, was wir an ihnen haben, wie wertvoll sie sind. Zur neuen Saison kann ich nichts sagen. Es kommt darauf an, wie der neue Trainer das auffasst.

Kennen Sie Rico Schmitt?
Böger: Nicht persönlich. Wir haben uns bei einem Hallenturnier gesehen und Hallo gesagt.

Wird der ehemalige Offenbacher Ihr Nachfolger als HFC-Trainer?
Böger: Aktuell werden viele Namen gehandelt. Ich möchte mich nicht an Spekulationen beteiligen.

Gibt es einen Zeitplan, wann der neue Trainer feststehen soll?
Böger: Nein. Sorgfalt geht vor Schnelligkeit. Das will gründlich vorbereitet sein. Der Trainer wird so zügig wie möglich verpflichtet, aber wir nehmen uns die Zeit, die angemessen ist.

Geht es überhaupt, den aktuellen Job als Trainer vom künftigen als Sportdirektor zu trennen?
Böger: Meine Konzentration gilt zu einhundert Prozent dem Trainerjob, dass ich mir darüber hinaus aber auch Gedanken über Zukünftiges mache, wird jeder nachvollziehen können. (mz)


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