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HFC leiht Urban aus: Einen Schritt zurück für den Neustart

Abwehrspieler Robin Urban im Trainingslager des HFC in Pockau.

Abwehrspieler Robin Urban im Trainingslager des HFC in Pockau.

Foto:

Eckehard Schulz

Halle (Saale) -

Robin Urban dreht derzeit allein seine Trainingsrunden. In Form bleiben lautet die Devise, auch wenn das ohne Teamkollegen nicht ganz einfach ist und schon gar keine Lust macht. Während seine Mannschaftskollegen vom Drittligisten Hallescher FC am Sonnabend in die Vorbereitung auf die Frühjahrsrunde eingestiegen sind, muss sich der 21 Jahre alte Innenverteidiger noch ein paar Tage gedulden. Robin Urban hat den Verein gewechselt. Und dadurch hat sich die trainingsfreie Zeit für ihn verlängert. „Dabei würde ich am liebsten auch sofort loslegen. Aber das geht nicht“, sagt er.

Der HFC hat den jungen Profi bis zum Sommer an den Bayernligisten Jahn Regensburg ausgeliehen. Und der beginnt erst am 11. Januar mit der Vorbereitung. Wie es ab Juli weitergeht, steht in den Sternen, denn Urban hat noch einen Vertrag bis 2017 bei den Rot-Weißen. „Darüber mache ich mir im Moment auch keine Gedanken. Ich will Fußball spielen. Das hat zuletzt beim HFC nicht geklappt, also haben wir nach einer Lösung gesucht“, sagt Urban, der im Sommer von Fortuna Düsseldorf nach Halle gekommen war und nur eine Drittligapartie für die Rot-Weißen bestritten hat. „Vielleicht musste ich diesen Schritt zurück gehen, um dann noch einmal voll durchzustarten.“

Spielpraxis für einen Reservisten

Der HFC hofft, dass sich Urban entwickeln kann. „Wir wollen, dass er bei einem ambitionierten Regionalligisten Spielpraxis sammelt“, sagt Manager Ralph Kühne. Das Interesse der Regensburger kam beiden Seiten entgegen, die Bayern wollten Urban bereits im letzten Sommer verpflichten, hatten aber gegen den HFC das Nachsehen. Nun soll Urban mit dem SSV Jahn den Wiederaufstieg in die dritte Liga packen. Schlecht stehen die Chancen nicht, die Mannschaft liegt als Tabellenzweiter nur einen Zähler hinter Spitzenreiter Wacker Burghausen. Doch das ambitionierte Vorhaben der Regensburger geriet zuletzt in Gefahr. Aus elf Spielen haben sie nur zwölf Punkte geholt. Dazu trugen auch die Langzeitausfälle einiger Stammspieler bei. „Bedingt durch die vielen Ausfälle mussten wir uns in der Innenverteidigung verstärken. Ich freue mich, dass dies mit Robin Urban gelungen ist. Bei uns kann er zeigen, dass er Drittligaformat hat“, sagt Jahn-Geschäftsführer Christian Keller.

Neuer Coach in Regensburg

Robin Urban sieht seine Chance vor allem in dem neuen Trainer. Ab 11. Januar lenkt Ex-Bundesliga-Profi Heiko Herrlich die Geschicke beim SSV Jahn. „Ich hatte zwar noch kein Gespräch mit dem neuen Trainer, denke aber, dass es für alle Spieler bei Null beginnen wird. Und die Aussicht auf einen Aufstieg am Saisonende ist ja auch nicht die schlechteste“, sagt Urban. (mz)