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HFC-Gegnervorschau 1. FC Magdeburg: “Der Favorit setzt sich durch”

Magdeburgs Christian Beck jubelt

Stürmer Christian Beck ist ein Erfolgsgarant für den FCM

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dpa/Archiv

Magdeburg -

Alexander Schnarr ist durch und durch Blau-Weißer. Auf seinem Blog nurderfcm.de setzt er sich mit seiner Liebe auseinander. Zudem hat er ein Buch geschrieben und 111 Gründe gefunden, “den 1. FC Magdeburg zu lieben”. Vor dem Rückrundenstart sprach er mit MZ-Mitarbeiter Oliver Leiste über die Vorbereitung und das anstehende Derby. Auch die vielen Gästetickets und seine Wünsche für den Halleschen FC kamen zur Sprache.

Hallo Alex, lass uns zunächst über die sportliche Situation beim FCM sprechen. Wie lief die Vorbereitung?
Schnarr: Die Vorbereitung war kurz und knackig. Das ging ja allen Teams so, aber für unsere Mannschaft war das sicher etwas ungewohnt. Die Jungs haben gut gearbeitet. Leider hat sich André Hainault schwer verletzt (Innenbandriss im Knie, d.Red). Ansonsten sind wir von Verletzungen weitgehend verschont geblieben und hoffentlich gut gerüstet für die Rückrunde.

Mit Sebastian Ernst (Hannover 96 II) habt ihr einen Neuzugang verpflichtet. Viel mehr im Fokus steht jedoch ein Spieler, der noch gar nicht da ist: Nico Hammann. Warum soll er unbedingt zurückkommen?
Schnarr: Nico Hammann ist ja in erster Linie einer unserer Aufstiegshelden. Mit seinen Toren und seinen guten Leistungen hatte großen Anteil an dem Erfolg. Deshalb ist er ein Liebling der Fans und die emotionale Komponente spielt da sicher eine große Rolle. Abgesehen davon ist er aber natürlich ein guter Fußballer. Mit seiner Qualität könnte er in der Liga vielen Mannschaften helfen. Und unsere sportliche Leitung will ja defensiv noch mal nachlegen. Deshalb könnte das passen.

Mit welchen Zielen geht der FCM in die Rückrunde, da der Klassenerhalt ja schon so gut wie geschafft ist?


Schnarr: Erstes Ziel bleibt der Klassenerhalt und wir wollen so schnell wie möglich die elf Punkte holen, die wir dafür noch brauchen. Aber du hast recht, es müsste schon sehr viel schief gehen, damit es tatsächlich noch mal eng wird. Man muss abwarten wie der Start verläuft. Wenn wir die ersten vier Spiele gewinnen, reden wir sicherlich über andere Ziele, als wenn wir einen holprigen Start in die Frühjahrsrunde hinlegen.

Noch ein kurzer Rückblick: Wenn ihr das Jubiläumsjahr vor 12 Monaten hättet malen können, es hätte genauso ausgesehen, oder?
Schnarr: Das stimmt. Eigentlich wurden selbst die kühnsten Erwartungen übertroffen. 2015 hat ein Höhepunkt den nächsten gejagt. Das fing mit den Spielen an und setzte sich bei der Stimmung fort. Alles in allem hätte es schöner nicht kommen können.

Nun zum kommenden Spiel: Es ist ja sehr löblich, mit einer solch großen Gratulantenschar zum Geburtstag des Derbygegners zu kommen. Aber wie viele werdet ihr tatsächlich?
Schnarr: So genau kann ich das auch nicht überblicken. Ich habe irgendwo 3.000 gelesen und halte das für durchaus realistisch.

Wie organisiert man eine solche Ticketaktion, ohne dass es jemand mitbekommt?
Schnarr: Das habe ich mich ehrlich gesagt auch gefragt. Von einer Absprache habe ich nichts mitbekommen. Ich glaube aber, der Organisationsauwand war gar nicht so groß. Es war relativ schnell klar, dass die 1.200 Karten für den Gästeblock nicht reichen werden. Da der Vorverkauf für den Heimbereich schon sehr früh losging, werden viele versucht haben, sich schon eine Karte zu sichern. In Köthen oder Bernburg wohnen ja auch sehr viele Clubfans. Und da es regulär möglich war, sich Karten zu kaufen, haben das viele genutzt.

Da ihr beim Pokalfinale vor anderthalb Jahren formal Heimrecht hattet: die letzten beide Pflichtspiele zwischen HFC und FCM im Erdgas Sportpark gewann das Heimteam jeweils 3:0. Aller guten Dinge sind drei, oder?
Schnarr: Das ist eine schöne Fangfrage (lacht). Ich denke, wir gewinnen knapp. Wir haben derzeit ohnehin viel Selbstvertrauen und dass uns vor Weihnachten der erste Auswärtssieg gelang, gibt sicherlich zusätzlich Auftrieb. Schaut man auf die Tabelle sind wir 4. und Halle ist 7. Insofern wird sich der Favorit in dieser Partie sicher durchsetzen. (mz)