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HFC gegen Großaspach: 4:1 - Böger-Team feiert ersten Heimsieg der Rückrunde

Jubel nach dem Sieg

Torjubel der HFC-Spieler Osayamen Osawe, Max Barnofski und Max Jansen (v.l.n.r.) nach dem Treffer zum 2:1 gegen Großaspach.

Foto:

Eckehard Schulz

Halle (Saale) -

Der Hallesche FC hat seinen ersten Heimsieg der Rückrunde gefeiert. Vor 5.300 Zuschauern im Erdgas-Sportpark besiegte die Mannschaft von Trainer und bald-Sportdirektor Stefan Böger den Tabellendritten aus dem baden-württembergischen Großaspach mit 4:1. Nach anfänglichen Problemen und zahlreichen vergebenenen Chancen, zeigte der HFC letztlich seine bislang stärkste Leistung der Rückrunde.

Ausgangslage:

Wer hätte das gedacht? Als sich der HFC und die SG Sonnenhof Großaspach im September 2015 mit 0:0 trennten, begann für beide Teams ein sehenswerter Höhenflug. Während der HFC in den folgenden sechs Spielen nur einmal verlor, legte die einstige Hobbytruppe aus Großaspach gar eine Serie von acht Spielen ohne Niederlage hin und etablierte sich seitdem an der erweiterten Tabellenspitze. „Warten Sie mal ab, wie viele Mannschaften noch hier stolpern werden“, sagte Trainer Stefan Böger schon damals über den heutigen Gegner.

Aktuell belegen die Aspacher einen für ihre Verhältnisse überragenden dritten Platz, haben nach der Winterpause jedoch in vier Spielen je zweimal gewonnen und zweimal verloren. Dabei interessant: Die Siege gelangen allesamt auswärts. Der HFC hingegen erlebte sein erstes Erfolgserlebnis im Jahr 2016 in der vergangenen Woche beim 1:0-Sieg in Münster.

Daten und Fakten:

Aus der Kategorie "Statistiken, von denen man nie wissen wollte": Der HFC konnte noch nie gegen Großaspach gewinnen. In der vergangenen Saison gab es ein 0:2 Zuhause und ein 1:2 im Südwesten. Ansporn genug für "Chemie", nun endlich den ersten Sieg folgen zu lassen.

Außerdem: Großaspach startete recht verhalten in die Rückrunde, beide Heimspiele wurden verloren (0:3 gegen Mainz und 1:2 gegen Würzburg), dafür gewann das Team von Trainer Rüdiger Rehm die beiden bisherigen Auswärtsspiele in 2016 (2:0 in Erfurt, 3:0 bei Stuttgart II).

Personalien:

An der Personalsituation des Halleschen FC änderte sich in den letzten Tagen kaum etwas. Weiterhin fallen Florian Brügmann (Kreuzbandanriss), Patrick Mouaya (Reha) und Timo Furuholm (Schambeinentzündung) aus. Ivica Banovic konnte zwar wieder leicht trainieren, ein Einsatz dürfte für ihn aber zu früh kommen. Bei den Gästen befinden sich Robin Binder und Pascal Sohm im Aufbautraining, Felice Vecchione fällt zudem mit einem Muskelfaserriss aus. Im Vergleich zur 0:3-Niederlage gegen Mainz II rotierte Trainer Rehm seine Mannschaft kräftig durch, gleich auf fünf Positionen quer durch alle Mansnschaftsteile wurde durchgewechselt.

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Spielverlauf und Analyse:

Kaum waren die ersten Abtastminuten vorbei, entwickelte sich ein munteres Drittligaspiel, in dem HFC-Linksaußen Toni Lindenahn den HFC schon nach vier Minuten hätte in Führung bringen müssen. Das Offensiv-Duo Sören Bertram und Osayamen Osawe hatte sich auf der rechten Seite schön durchgespielt, Osawe den Ball aus spitzem Winkel an den Fünfmeterraum zurückgelegt, doch der dort freistehend wartende Lindenhahn setzte den Ball deutlich über das Tor. Wie es im Fußball häufig so läuft, wäre der HFC für das Auslassen dieser Großchanc beinahe gleich im Gegenzug bestraft worden. Ein weiter Schlag in den Strafraum konnte sich Großaspachs Hontcheu Ngankam erlaufen und den am Elfmeterpunkt lauernden Pascal Breier finden. Dessen Flachschuss in die rechte Ecke konnte Fabian Bredlow im halleschen Tor jedoch mit einem starken Reflex abwehren.

Das aktivere Team blieb der Hallesche FC, immer wieder angetrieben über einen starken Sören Bertram auf der rechten Seite. Die Gäste konzentrierten sich auf Konterchancen und waren damit das gefährlichere Team. Allen voran der in dieser Saison bislang kaum in Erscheinung getretene Ngankam schien seine Chance nutzen zu wollen, sein Schussversuch in der 17. Minute konnte Lindenhahn in letzter Sekunde blockieren. Und auch die nächste Großchance bot sich den Gästen. Bashkim Rennekes Schuss aus Rechtsaußenposition konnte Bredlow zur Ecke abwehren (23.).

Der HFC überließ den Gästen in dieser Phase die Initiative und beschränkte sich aufs Kontern im eigenen Stadion - beinahe mit Erfolg. Bertram wurde auf die Reise geschickt und stand plötzlich 14 Meter völlig frei vor SGA-Shclussmann Kevin Broll. Doch wie ein Abbild seiner momentanen Torkrise setzte Bertram den Schlenzer eine Spur zu lässig in die Arme des Aspacher Torwarts. Die zweite Hundertprozentige für die Halleschen an diesem Nachmittag.

Einer der Garanten des Großaspacher Erfolgs in dieser Saison ist Stürmer Pascal Breier. Die Nummer neun, vor der Saison vom VfB Suttgart in die württembergische Provinz gewechselt, netzte in dieser Spielzeit bereits elf Mla ein, der viertbeste Wert aller Spieler in Liga drei. Seine verletztungsbedingte Auswechselung schon nach 27. Minuten war ein herber Rückschlag für die Gäste, die zunächst wie geschockt wirkten. Zum Beispiel in Person ihres Torwarts, der in der 36. Minute einen Rückpass nicht rechtzeitig wegschlagen konnte. Der konsequent nachrückende Tim Kruse sagte Danke und blockte den Schussversuch zur HFC-Führung ins Aspacher Tor - das erste Saisontor des Kapitäns.

Wie Großaspach auf den Rückstand reagierte, lesen Sie auf der nächsten Seite.

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