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Fußball-Landespokal : Warum HFC und FCM nun doch zeitgleich in Halle spielen

Beim letzten Aufeinandertreffen der beiden Rivalen: Magdeburgs Christian Beck (l) beim Kopfball gegen Marcel Baude vom HFC.

Beim letzten Aufeinandertreffen der beiden Rivalen: Magdeburgs Christian Beck (l) beim Kopfball gegen Marcel Baude vom HFC.

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DPA

Halle (Saale) -

Die Polizei hat es so gewollt: Gespielt wird am Ostersamstag, den 26. März, zeitgleich um 15 Uhr. Dann gehen in Halle zwei Viertelfinals im Fußball-Landespokal über die Bühne. Brisant: Der 1. FC Magdeburg kommt zum VfL Halle 96 ins HWG-Stadion des Oberligisten, begleitet von geschätzt 1.000 Fans. Nur fünf Kilometer Luftlinie südlich im Erdgas Sportpark empfängt Verbandsligist BSV Ammendorf den Halleschen FC zum Stadtderby.

Die Frage, die über allem außerhalb des Sportlichen steht, ist: Wie ist es zu verhindern, dass die Fan-Lager des FCM und des HFC nicht auf die Spiele pfeifen und stattdessen ihre Rivalität abseits irgendwo in der Saalestadt ausfechten?

„Ich hätte zwar lieber Gründonnerstag unter Flutlicht gespielt, aber so ist es auch okay“, sagt Ammendorfs Manager und Trainer Lutz Schülbe, dem der Umzug ins Stadion des HFC ganz recht ist. „Ich hoffe einfach, dass auch die HFC-Fans zahlreich kommen und wir ein schönes Fußballfest feiern.“ Schülbe hat aber auch Bedenken: „Ich stelle es mir schwierig vor, die beiden Spiele zeitgleich auszutragen. Aber die Polizei wird ihre Erfahrungen und Gründe haben.“

Die naheliegende Hoffnung ist: Die HFC-Fans bleiben tatsächlich lieber im eigenen Stadion und feiern mit ihrer Mannschaft, als im Norden die Konfrontation zu suchen - und die Magdeburger halten es umgekehrt genauso. Die Polizei schätzt es nämlich als viel problematischer ein, würde der FCM in Halle gastieren und der Anhang der Rot-Weißen hätte dann nichts anderes vor, als Richtung Arena am Zoo zu pilgern - mit welchen Vorsätzen auch immer.

Bei der Polizeidirektion Süd versichert man unterdessen für den Spieltag: „Wir unternehmen alles, um die Fangruppen zu trennen“, sagt Ralf Karlstedt, der Polizeisprecher. Auch die Bundespolizei wird vor Ort sein. FCM-Anhänger werden am Bahnhof in Empfang genommen und dann zum Spielort begleitet. Genauere Absprachen gibt es noch, wenn der Spieltag heranrückt. „Dass der Fußball-Landesverband die Spiele zeitgleich angesetzt hat, sorgt bei uns nicht für Stirnrunzeln“, so Karlstedt.

Auch beim Verband sieht man einer Randale-Gefahr gut fünf Wochen vor den Spielen recht gelassen entgegen. „Klar mögen sich die Fanlager nicht so. Aber die Sicherheitsbehörden haben von der Ansetzung rechtzeitig erfahren - und haben kein Veto eingelegt. Das interpretieren wir als Zustimmung, dass die Spiele wie geplant über die Bühne gehen und im Umfeld abgesichert werden können“, sagt Markus Scheibel, der für den Spielbetrieb Verantwortliche des FSA. (mz)

Die weiteren Viertelfinals: 24. März, 19 Uhr: Union Sandersdorf - Germ. Halberstadt, 28. März, 14 Uhr: Eintr. Salzwedel - FSV Barleben


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