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50 Jahre Hallescher FC: Ein festlicher Abend in Rot und Weiß

Ein voller Festsaal: Etwa 400 Gäste feierten im Kongress- und Kulturzentrum.

Ein voller Festsaal: Etwa 400 Gäste feierten im Kongress- und Kulturzentrum.

Foto:

Bauer/Kison

Halle (Saale) -

Selbst die rot-weißen Fahnen vor dem Kongress- und Kulturzentrum wehten, als wollten sie gratulieren. Was angemessen gewesen wäre: Schließlich feierte mit dem Halleschen FC Abend das sportliche Aushängeschild der Stadt sein 50. Jubiläum.

Sogar auf Krücken im Festsaal

Der Klub ließ sich nicht lumpen: Im prunkvollen Festsaal feierten etwa 400 Gäste den Drittligisten.

Das war beim Blick zurück gar nicht so einfach. Erst am Sonntag hatte der HFC das Derby gegen den Erzrivalen aus Magdeburg vor heimischem Publikum im Erdgas Sportpark verloren. Doch: „Lassen sie uns diesen blöden Sonntag einfach vergessen“, schlug der stellvertretende Ministerpräsident Jens Bullerjahn in seiner Rede sogleich vor. Und der Saal stimmte kräftig applaudierend zu.

Darunter auch die Spieler samt Trainer Stefan Böger. Selbst der verletzte Florian Brügmann humpelte mit seinen Krücken durch den Festsaal und freute sich zu hören: „Wir werden den HFC als Stadt auch in den kommenden Jahren tatkräftig unterstützten“, so versprach es Oberbürgermeister Bernd Wiegand hoch und heilig.

Gedanken an den nächsten Aufstieg

Zunächst aber wurde in Erinnerungen geschwelgt. Die Talkrunden auf dem Podium hätten nicht besser besetzt sein können: ehemalige Präsidiale wie Michael Gipser, Reinhard Köppe, Andreas Muth und Rüdiger Sachse, Ex-Trainer wie Bernd Donau, Michael Rehschuh, Dieter Strozniak und Klaus Urbanczyk sowie frühere Spieler wie Jens Adler, Bernd Bransch, Nico Kanitz, Werner Peter und Dariusz Wosz - sie alle wollten ihrem Klub gratulieren. „Ein Verein wie der HFC kann den Zweitligaaufstieg irgendwann packen“, so sorgte Zaubermaus Wosz zum Beispiel für Begeisterung.

Medaillen für treue Wegbegleiter

Und als Kabarettist Helmut Rosenkranz seine Laudatio gehalten, als die Show-Gruppe Tabea und Sängerin Ulrike Baier das Publikum unterhalten hatten, da wurde geehrt. Mit tollen Medaillen für Wegbegleiter, die den HFC in all den Jahren unterstützt haben. Klub-Legende Dieter Strozniak zum Beispiel. Und auch Margot Langner - stolze 92 Jahre alt und fast genau so lange HFC-Fan.

Es war ein Abend in Rot und Weiß, der den Derby-Frust vergessen ließ. „Wir alle“, meinte Vereinspräsident Michael Schädlich, „können auf den HFC und seine Geschichte sehr stolz sein.“ (mz)