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0:1-Niederlage in Wiesbaden: Wechsel in der Abwehr bringen HFC aus dem Konzept

Fabian Bredlow bei seinem Debüt gegen Braunschweig.

Fabian Bredlow bei seinem Debüt gegen Braunschweig.

Foto:

Eckehard Schulz

Halle (Saale) -

Auch im zweiten Spiel nach der Winterpause hat der Hallesche FC verloren. Beim SV Wehen Wiesbaden unterlag der HFC mit 0:1. Das einzige Tor erzielte Kevin Schindler nach einem Patzer der HFC-Abwehr in der zwölften Minute. Nach der Niederlage stehen die Rot-Weißen auf Rang elf der Drittligatabelle und müssen den Blick nun wieder nach unten richten.

Ausgangslage

Mehr Liga-Mittelfeld ging nicht. Der Zehnte (Wiesbaden) traf auf den Neunten (Halle). Zwei Punkte trennten die beiden Kontrahenten, zuletzt konnten die Hessen jedoch einen Punkt gutmachen. Während der HFC sein Derby mit 1:2 verlor, startete der SVW mit einem 0:0 gegen die Reserve von Mainz 05 in die Rückrunde. Für Halle wären drei Auswärtspunkte die vielleicht letzte Möglichkeit gewqesen, doch noch einmal Kontakt mit den oberen Tabellenplätzen herzustellen. Beide Mannschaften trafen bisher sieben Mal auf einander. Drei Mal gewann der HFC, drei Mal der SVWW. Ein Spiel endete unentschieden.

Personalien und Taktik

Stefan Kleineheismann hat gegen Magdeburg die fünfte Gelbe Karte gesehen und war in Wiesbaden gesperrt. Für ihn rückte Jonas Aquistapace in die Innenverteidigung. Dominic Rau begann als Linksverteidiger. Seinen Platz als Rechtsverteidiger übernahm Marcel Baude. Erstmals im Kader stand Neuzugang Mike-Steven Bähre. Er gab auch gleich sein Debüt für den Halleschen FC. In der 46. Minute wurde er für Selim Aydemir eingewechselt. Kurz vor Schluss nahm Böger Rau vom Feld und brachte Tobias Müller. Damit einher ging eine Umstellung auf einer defensive Dreierkette. Fünf Spieler im Mittelfeld sollten für mehr Durchschlagskraft sorgen.

Spielverlauf und Analyse

Beide Mannschaften begannen das Spiel mit viel Tempo. Klare Chancen gab es zunächst nicht. Die erste gute Möglichkeit nutzte Kevin Schindler in der zwölften Minute zur Führung für die Gastgeber. 40 Meter vor dem Tor gewann er ein Kopfballduell und überspielte damit Aquistapace. Anschließend lief er alleine auf das HFC-Tor zu und schob den Ball in die kurze Ecke. Sechs Minuten später wäre er fast wieder erfolgreich gewesen. Aus 16 Metern knallte er den Ball an den Pfosten. Auffällig in dieser Phase: Halle leistete sich im Aufbauspiel zu viele einfache Fehler. Wehen schaltete nach Ballgewinnen schnell um und kam so mehrfach gefährlich vor das HFC-Tor.

Es dauerte bis zur 30 Minute, bevor der HFC das Spiel wieder unter Kontrolle bekam. Ivica Banovic kam in der 35. Minute 25 Meter vor dem Tor zum Schuss. Der Ball ging jedoch weit drüber. Hinten blieb der HFC weiter anfällig. Nach einem Freistoß in der 43. Minute jubelten die Hessen erneut. Doch Ruprechts Tor zählte nicht, der Schiedsrichter entschied auf Abseits.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit kontrollierte Wehen Wiesbaden das Spiel. Die Gastgeber zeigten sich sehr passsicher, der HFC lief meist hinterher. Zwei Mal versuchten es die Hessen aus der Distanz, doch die Schüsse gingen relativ weit drüber. Bei HFC-Ballbesitz zog sich Wiesbaden sehr weit zurück. Mit zwei Viererketten erwarteten die Gastgeber die Hallenser Angriffe an der eigenen Strafraumgrenze. An der Mittellinie warteten die schnellen Schindler und Mrowca auf Konter.

Halle tat sich lange schwer, ein Mittel gegen die starke Defensive zu finden. Gefährlich wurde es, wenn überhaupt, nur nach Standards. So wie in der 61. Minute, als Max Jansen nach einer Ecke zum Schuss kam. Diesen konnte SVWW-Keeper Markus Kolke jedoch abwehren. Doch auch aus den neun Ecken machte Halle insgesamt zu wenig. Gegen eine großgewachsene und sehr robuste Wiesbadener Mannschaft fehlte es dem HFC an Durchsetzungskraft. Kurz vor Schluss stellte HFC-Trainer Böger um und brachte Tobias Müller. Der prüfte dann auch Kolke in der 87. Minute. Der Ausgleich gelang ihm jedoch nicht.

Ausblick

Mit dem Erfolg verbessert sich der SV Wehen Wiesbaden auf Platz acht. Der HFC rutscht dagegen auf Rang elf ab. Mit 29 Punkten beträgt der Rückstand auf den Aufstiegsrelegationsplatz neun Punkte. Auf die Abstiegsränge hat Halle sechs Punkte Vorsprung. Auch nächste Woche spielen die Rot-Weißen am Sonntag. Zu Gast im Erdgas Sportpark ist dann Tabellenführer Dynamo Dresden. (mz)

Statistik

SV Wehen Wiesbaden - Hallescher FC 1:0 (1:0)
SV Wehen Wiesbaden: Kolke - P. Funk, Ruprecht, Dams, Geyer - Pezzoni, Mrowca - Schindler, Book (87.,Blacha), Lorenz (80., Vitzthum) - Oehrl (90., Cappek)
Hallescher FC: Bredlow - Baude, Rau (82., Müller), Engelhardt, Acquistapace - Banovic (70., Diring) - Jansen, Bertram, Aydemir (46., Bähre), Lindenhahn - Osawe
Tor: Schindler (12.)
Eckstöße: 4:9 (2:3), Chancen: 8:7 (5:4)
Schiedsrichter: Patrick Alt (Heusweiler), Gelbe Karten: Vitzthum (84.) – Osawe (23.), Banovic (43.), Aquistapace (90.)
Zuschauer:  2.482 (davon etwa 350 HFC-Fans) in der Britta-Arena Wiesbaden.