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Geschäftsführer(in) bei RBL: RB Leipzig: Ist der neue Bullen-Chef eine Frau?

Noch-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff im Trainingslager von RB Leipzig in Belek

Noch-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff im Trainingslager von RB Leipzig in Belek

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Gepa Pictures / Roger Petzsche

Belek -

Noch ist streng geheim, wer die Geschäfte der RB Leipzig GmbH in der kommenden Saison führen wird. Der derzeitige Interimsgeschäftsführer Oliver Mintzlaff – zugleich Vereinspräsident und Red-Bull-Fußballchef – wird den Job im Sommer in jedem Fall wieder abgeben. Fest steht: Einen Nachfolger hat Rasenballsport bereits gefunden. Bei einem ausführlichen Mediengespräch am Donnerstagnachmittag im Trainingslager in Belek bestätigte Mintzlaff: „Wir haben uns intern festgelegt, sind aber so verblieben, dass wir noch nichts kommunizieren. Ich glaube, dass wir eine sehr gute Lösung gefunden haben.” Wenn alles nach Plan verläuft, sollte die Stelle frühestens bereits am 1. Mai, spätestens aber am 1. Juli neu besetzt sein.

Interessant: Möglicherweise handelt es sich beim neuen Boss der „Roten Bullen” um eine Frau. Mintzlaff sprach in der Hotellobby in Belek zuerst von einer GeschäftsführerIN oder einem Geschäftsführer. Auch andere RBL-Mitarbeiter hatten zuletzt im Zusammenhang mit der vakanten Position stets auffällig genderbewusst formuliert – im Männerbetrieb Fußball eher unüblich. Zwar gibt es mittlerweile immer mehr Frauen im Bundesliga-Business. Doch eine weibliche Führungskraft als alleinige Spitze eines Fußball-Unternehmens wäre ein Novum. Beim Hamburger SV war Katja Kraus von 2010 bis 2011 ein Jahr lang 2. Vorsitzende gewesen.

Mintzlaff mochte das auf Nachfrage zwar nicht bestätigen, dementierte aber auch nicht. „Es ist jemand Externes”, sagte Mintzlaff nur. Und: „Gut aufgestellt zu sein, heißt, dass wir the best women oder the best men for the job haben wollen.” (mz)