Nachrichten aus Sachsen-Anhalt, Mitteldeutschland und der Welt

13:0-Sieg für RB Leipzig vs. FC Eilenburg: Mit dieser Sonder-Regel machte Rangnick seinem Team Beine

Okay, aber noch Steigerungspotenzial: RB Leipzigs Trainer Ralf Rangnick ist mit dem ersten Test des Jahres leidlich zufrieden

Okay, aber noch Steigerungspotenzial: RB Leipzigs Trainer Ralf Rangnick ist mit dem ersten Test des Jahres leidlich zufrieden

Foto:

Gepa-Pictures/Roger Petzsche

LEIPZIG -

Der erste Kick im Jahr 2016 endete für Zweitliga-Spitzenreiter RB Leipzig mit einem deutlichen 13:0 (7:0). Gegen den Landesliga-Sechsten FC Eilenburg zeigten die „Roten Bullen” vor über 1000 Zuschauern am Cottaweg eine engagierte und motivierte Leistung. Emil Forsberg mit einem Hattrick in der ersten und der Ungar Zsolt Kalmar mit drei Toren in der zweiten Hälfte waren die Top-Torschützen.

Beginn mit sechs Stammspielern

Trainer Ralf Rangnick war mit dem ersten Spiel im neuen Jahr leidlich zufrieden. „Das Ergebnis war zwar standesgemäß“, sagte der 57-Jährige. „Aber wir haben schon noch Luft nach oben, im Detail haben mir einige Dinge nicht so gut gefallen. Wir haben nicht immer die richtigen Lösungen gewählt, im Anspiel nach vorn hat mir das Filigrane, die Finesse gefehlt.” Doch da RB erst seit Mittwoch wieder im Training ist, seien Spiel und Ergebnis „vollkommen okay”.

RB hatte mit sechs Stammspielern begonnen; von den Ergänzungsspielern durften unter anderem Stefan Hierländer und der nach langer Verletzungspause wieder einsatzfähige John-Patrick Strauß von Beginn an ran. Wie häufig bei Testspielen tauschte Rangnick in der Halbzeit komplett durch. Hintergedanke war ein Wettbewerb zwischen „Team erste Halbzeit” gegen „Team zweite Hälfte”. Zusätzlichen Reiz brachte Rangnick mit einer Sonder-Regel ins Spiel: „Immer dann, wenn der Gegner mit einem flachen Pass oder einem Dribbling über die Mittellinie spielt, wird ein halbes Tor abgezogen”, erklärte Rangnick. Da das dem engagiert kämpfenden Sechstligist in der ersten 45 Minuten gleich fünf Mal gelang, stand es nach RB-interner Wertung zur Pause nicht 7:0, sondern lediglich 4,5:0.

Nächstes Testspiel am Donnerstag

„So richtig torgeil waren wir auch in der ersten Hälfte nicht, sonst hätten wir da schon zehn Tore geschossen; da ist mehr drin”, sagte der Chefcoach. „In der zweiten Halbzeit war es dann schwieriger, weil der Gegner offensichtlich die Parole ausgegeben hatte, keine zehn Gegentore zu bekommen und sich sehr weit zurückgezogen hat.” Deswegen taten sich die Gastgeber in Hälfte zwei auch lange schwer, spielten zu viele Quer- und Rückpässe. So dauerte es bis zur 85. Minute, ehe der Knoten platzte und der Aufstiegsaspirant noch vier Tore in fünf Minuten schoss. „In den letzten zehn Minuten sind die Jungs nochmal aufgewacht. Zwischendrin hatte ich das Gefühl, dass sie fast etwas die Flügel gestreckt haben”, sagte Rangnick. Doch dank des Endspurts endete das teaminterne Duell nach Rangnicks Sonderwertung noch 4,5:4,5. Fortsetzung folgt: Beim nächsten Testspiel am Donnerstag gegen Fünftligist Bischofswerde (Cottaweg, 16 Uhr). (mz)

Statistik:

RB Leipzig - FC Eilenburg 13:0 (7:0)
RB Leipzig (1. Halbzeit): Gulácsi – Teigl, Orban, Compper, Halstenberg – Hierländer, Ilsanker, Strauß, Forsberg – Quaschner, Sabitzer

RB Leipzig (2. Halbzeit): Bellot – Klostermann, Gipson, Sebastian, Jung – Kaiser, Khedira, Demme, Kalmár – Poulsen, Selke

FC Eilenburg: Thomas – Hofmann, Seidlitz (46. Schlesinger), Winkler (46. Theinert), Jochmann (46. Bartlog) – Heidel, Fiedler, Röhrborn, Sauer (46. Kummer) – Zeiße (64. Bachmann), Zivcec (46. Schlegel)

Schiedsrichter: Alexander Sather (Grimma)
Tore:
1:0 & 5:0 Sabitzer (2., 31.),
2:0, 3:0, 4:0 Forsberg (8., 13./FE, 25.),
6:0 & 7:0 Quaschner (38., 42.)
8:0, 9:0 & 13:0 Kalmár (64., 75., 90.)
10:0 Poulsen (85.)
11:0 & 12:0 Selke (86., 88.)
Zuschauer: 1.012 im RBL-Trainingszentrum