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FC St. Pauli vs. RB Leipzig: Rangnick: „Bei diesen Chancen kann man ruhig mal ein Tor machen”

Zu viele Chancen vergeben: Auch Emil Forsberg hatte einen Treffer für RB Leipzig mehrfach auf dem Fuß.

Zu viele Chancen vergeben: Auch Emil Forsberg hatte einen Treffer für RB Leipzig mehrfach auf dem Fuß.

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picture-alliance/dpa

HAMBURG/LEIPZIG -

Nach RB Leipzigs 0:1 beim FC St. Pauli – der dritten Saisonniederlage – wussten die Spieler angesichts der Dominanz und zahlreichen Gelegenheiten selbst nicht so recht, weshalb sie dieses Spiel verloren hatten. Ein Remis, so die Meinung unter den Kickern, wäre verdient gewesen. Dennoch sagte Willi Orban selbstkritisch: „Wir müssen uns eingestehen, dass wir unterm Strich heute einfach nicht unsere beste Leistung abgerufen haben.” 

Ralf Rangnick (Trainer RB Leipzig): „Unsere Restfeldverteidigung war heute nicht gut, das können wir besser. In einigen Situationen standen wir einfach zu weit weg von unseren Gegenspielern. Offensiv haben wir zwar eine Vielzahl von Chancen herausgespielt, aber auch da kann man auch schon mal einen machen, wenn man hier auswärts einen Punkt mitnehmen will. Dass wir sie heute nicht gemacht haben, ist untypisch, aber so müssen wir heute mit dieser Auswärtsniederlage leben. Aber natürlich hat auch Robin Himmelmann heute einen klasse Job gemacht.” 

Marc Rzatkowski (Torschütze FC St. Pauli):„Dem Trainer ist es egal, wer die Tore schießt. Aber er hat mir gesagt, dass ich weite Wege nach vorn machen soll, dass das schwer zu verteidigen ist. Heute wurde ich wieder belohnt dafür, ich bin sehr froh darüber.” 

Robin Himmelmann (Torhüter FC St. Pauli):„Wir haben im vergangenen Jahr ein ähnliches Spiel gegen RB gemacht wie heute, waren lange unter Druck, haben das ausgehalten. Wir sind stark, wenn wir in Führung gehen, haben hinten die Ruhe, um nicht in Panik zu geraten. Das reicht dann, die Spiele über die Zeit zu bringen, vorn hin und wieder mal gefährlich aufzutauchen. Wir haben es leider nicht geschafft, ein zweites Tor zu machen. Aber solange die Null hinten steht und wir vorn treffen, sieht es ganz gut aus.” 

Dominik Kaiser (Kapitän RB Leipzig): „Wir haben ein paar Mal nicht aufgepasst und Tempogegenstöße zugelassen. Da war St. Pauli brandgefährlich und hat in den wenigen Aktionen, die sie hatten, auch Chancen gehabt und das eine Tor erzielt. Vorn hat uns einfach der Abschluss und der letzte klare Ball gefehlt. Wir müssen uns selbst an die Nase fassen, wir hatten in beiden Hälften die Chancen, um mindestens ein Tor zu erzielen. Das ist nicht nur Pech, in der ein oder anderen Situation waren wir unkonzentriert.” 

Marcel Sabitzer (Mittelfeldspieler RB Leipzig):„Die Niederlage ist sehr ärgerlich. Am Anfang haben wir St. Pauli zu sehr ins Spiel kommen lassen, waren dann zwar die spielbestimmende Mannschaft. Aber es war klar: Wenn du gar kein Tor schießt, wird es schwer hier mit den Fans im Rücken. Wir müssen das gut analysieren, abhaken und nächste Woche gegen Union Berlin müssen wir wieder unsere Tugenden zeigen.” 

Peter Gulacsi (Torhüter RB Leipzig): „Wir haben das ganze Spiel hinweg vorne sehr gut Druck gemacht und den Gegner sehr gut verteidigt. Wir hatten unsere Torchancen, hätten mindestens einen Punkt verdient gehabt. Das war ein schweres Auswärtsspiel, aber wir haben genau gewusst, was uns auf St. Pauli erwartet. Tja, das ist bitter.” 

Willi Orban (Innenverteidiger FC St. Pauli):„Wir haben uns zahlreiche gute Möglichkeiten herausgespielt und ein Unentschieden wäre in der Partie sicherlich verdient gewesen. Trotzdem müssen wir uns eingestehen, dass wir unterm Strich heute einfach nicht unsere beste Leistung abgerufen haben.”

Yussuf Poulsen (Stürmer RB Leipzig): „Wir waren heute einfach nicht effektiv genug. Wir hatten wesentlich mehr Chancen als unser Gegner, trotzdem hat St. Pauli getroffen und wir nicht. Das macht in einem solchen Spiel halt den Unterschied aus.” (mz/uk)