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1. Bundesliga: Die Gewinner und Verlierer des 21. Spieltags

Pierre-Emerick Aubameyang

Pierre-Emerick Aubameyang mag es schrill.

Foto:

imago/Moritz Müller

Ohne auch nur gegen den Ball getreten zu haben, stahl Pierre-Emerick Aubameyang allen die Show. Für eine standesgemäße Geburtstagsfeier des 1. FC Köln lieferte Yannick Gerhardt eine Glanzleistung ab. Ein Überblick:

Pierre-Emerick Aubameyang (Borussia Dortmund)

Obwohl Robert Lewandowski in der Torjägerliste an Pierre-Emerick Aubameyang vorbeigezogen ist, machte der Gabuner am Wochenende von sich reden. Dabei stand der Angreifer beim BVB gar nicht erst im Kader.

Stattdessen lieferte der Stürmer auf der Tribüne einen vielbeachteten Auftritt hin und machte seinem Ruf, ein Fashion-Victim zu sein, alle Ehre. Mit weißer Fellweste mit Megakragen, einem weißen Trainingsanzug verfolgte der BVB-Star  auf den Rängen des Signal Iduna Park.

BVB-Trainer Thomas Tuchel nahm es mit Humor: „Entweder du hast den Style oder du hast ihn nicht. Auba hat ihn.“

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SV Darmstadt 98

In der Schlussphase im Spiel zwischen Bayer Leverkusen und SV Darmstadt 98 bekam Schiedsrichter Dr. Jochen Dreès ordentlich was zu tun. Innerhalb von fünf Minuten holten sich Aytac Sulu, Marcel Heller, Peter Niemeyer und Konstantin Rausch mit ein paar ebenso rüden wie unnötigen Attacken noch Verwarnungen ab – und sind für das nächste Spiel gesperrt.

Hinter der außergewöhnlichen „Gelb“-Fieber-Aktion verbirgt sich allen Anschein nach eine taktische List. Durch die Sperren fehlen die genannten Spieler, plus Jérôme Gondorf, der bereits vorher Gelb sah, für das kommende Auswärtsspiel bei Bayern München. Und eine Woche später sind die Rüpel für das wichtige Kellerduell bei Werder Bremen wieder spielberechtigt. Fair Play geht anders.

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Yannick Gerhardt (1. FC Köln)

Ausgerechnet am Geburtstag des 1. FC Köln lieferte Yannick Gerhardt seine bisher beste Leistung ab. Beim 3:1-Heimsieg über Eintracht Frankfurt drehte der Mittelfeldspieler die Partie mit seinem Treffer zum 1:1, später legte er noch den Schlusspunkt zum 3:1 durch Anthony Modeste auf.

Gerhardt war der beste unter den vielen guten Kölnern. Zusammen mit Teamkollege Filip Mladenovic waren sie die beiden Schlüsselfiguren am Samstagabend. Gleichzeitig war es der erste Sieg der Kölner in einem sogenannten Top-Spiel der Bundesliga.

Nachdem die Feierlichkeiten nach dem Schlusspfiff richtig Fahrt aufnahmen, verteilte FC-Trainer Peter Stöger noch auf dem Feld ein Extralob für den 21-Jährigen. Es war eher eine Geste, denn der Österreicher verneigte sich vor Gerhardt und zog sogar seine Kappe. Und der Youngster wusste diese Geste zu schätzen: „Das bedeutet mir sehr viel, wenn der Trainer so eine Wertschätzung gibt. Da bin ich sehr stolz drauf. Das war ein sehr schöner Abend.“

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Julian Nagelsmann (TSG Hoffenheim)

Recht wacker hat sich Julian Nagelsmann bei seinem Debüt auf der Trainerbank der TSG Hoffenheim geschlagen. Nach nur einer halben Woche im Amt feierte der mit 28 Jahren jüngste Bundesliga-Coach einen Teilerfolg durch das 1:1 bei Werder Bremen.

Selbst in Unterzahl erkämpften sich die Kraichgauer im Kellerduell an der Weder einen Punkt. Wie bereits bei seiner Vorstellung überzeugte der Neuling mit einem erfrischenden Auftritt. Dies übertrug sich augenscheinlich auch auf die Mannschaft. Bis zum Klassenerhalt ist es noch ein weiter Weg, aber der Anfang ist beim Hopp-Klub gemacht.

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Holger Badstuber (Bayern München)

Er ist der größte Pechvogel der Bundesliga. Nachdem sich Holger Badstuber nach zwei Kreuzbandrissen und einem Muskelriss im Oberschenkel mühsam in die Startformation von Bayern München zurückgekämpft hatte, gab es den nächsten Rückschlag für den deutschen Nationalspieler.

Im Abschlusstraining für das Spiel beim FC Augsburg zog sich der Verteidiger am Samstag einen Bruch im Sprunggelenk zu. Drei Monate wird Badstuber ausfallen, die Saison ist für ihn gelaufen. Auch eine Rückkehr in den DFB-Kader für die EURO 2016 scheint ad acta gelegt.

Nachdem die bittere Diagnose die Runde machte, war die Anteilnahme rund um die Bundesliga groß. Wir schließen uns da an: Gute Besserung, Holger.

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