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Eisschnelllaufen: Pechstein nimmt Kurs auf Olympia 2014

Uhr | Aktualisiert 07.11.2012 16:59 Uhr

Claudia Pechsteins Sportförderung bleibt weiter aus. (FOTO: DPA)

Claudia Pechstein hat auch mit 40 Jahren noch große Pläne auf dem Eis. Die fünfmalige Olympiasiegerin will bei Olympia 2014 starten. Ob es für Pechstein auch danach noch weitergeht, ist unklar: Sie hat vermehrt mit finanziellen Problemen zu kämpfen.
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BERLIN/SID. 

Claudia Pechstein hat auch mit 40 Jahren noch große Pläne auf dem Eis. Die fünfmalige Olympiasiegerin will bei Olympia 2014 starten, und danach muss nicht Schluss sein. „Sotschi ist schön, aber Pyeongchang 2018 auch“, sagte die Eisschnellläuferin vor den Deutschen Meisterschaften am Wochenende in Berlin im Gespräch mit dem Sport-Informations-Dienst (SID).

Allerdings hat die fünfmalige Olympiasiegerin nach dem Wegfall der Sportförderung vermehrt mit finanziellen Problemen zu kämpfen. „Das sind nicht nur finanzielle Engpässe, das sind schon echte Probleme. Seit 19 Monaten bekomme ich als Polizistin kein Gehalt mehr und muss auch meine Krankenkasse selbst bezahlen“, sagte Pechstein, die als Folge ihrer zweijährigen Sperre wegen erhöhter Blutwerte nur noch als Polizistin ohne Bezüge geführt wird. „Dazu haben die Gerichtsverfahren viel Geld gekostet und kosten immer noch Geld, weil noch nicht alle durchgefochten sind“, sagte Pechstein, die sich wegen ihrer Sperre mit dem Weltverband ISU im Dauerclinch befindet.

Mehrere namhafte Wissenschaftler hatten der fünfmaligen Olympiasiegerin bestätigt, dass ihre erhöhten Blutwerte auf eine angeborene Anomalie und nicht auf Doping zurückzuführen seien - deshalb geht noch immer juristisch gegen die Sperre vor. „Die Klage beim Europäischen Gerichtshof ist bereits eingelegt, die gegen die ISU folgt noch in diesem Jahr“, so Pechstein. Vor dem Saisonstart am Wochenende bei den deutschen Meisterschaften in Berlin fühlt sich die Lokalmatadorin in guter Form. „Der Sommer verlief ohne größere Krankheiten. Der erste Testlauf vor zehn Tagen über 3000 m in 4:07,18 Minuten war mein bester Test vor einer Saison überhaupt“, meinte Pechstein, die über 1000, 1500 und 3000 m sowie beim Massenstart mitmischen will.

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