„Wenn Armstrong zugibt, dass er gelogen hat, werden wir die Medaille zurückfordern, wie bei jedem anderen Sportler auch“, sagte Mark Adams, Sprecher des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), der Zeitung USA Today.
Armstrong hatte vor 13 Jahren im olympischen Zeitfahren hinter Jan Ullrich und Wjatscheslaw Jekimow den dritten Platz belegt. Zu einem möglichen Ausschluss des Radsports von künftigen Olympischen Spielen wollte Adams sich nicht konkret äußern. Zu diesem Zeitpunkt seien derart drastische Überlegungen nicht angebracht.
IOC-Mitglied Richard Pound hatte solche Konsequenzen bei einer weitreichenden Verwicklung des Radsportweltverbandes UCI in den Fall Armstrong in Erwägung gezogen. Nach einem umfassenden Enthüllungsbericht der US-Anti-Doping-Agentur USADA war Armstrong im Oktober von der UCI lebenslang gesperrt worden. Dem 41-Jährigen wurden zudem seine sieben Tour-de-France-Siege aberkannt. In einem zweiteiligen Interview mit Oprah Winfrey, das am Montag aufgezeichnet worden war, hat Armstrong angeblich jahrelanges Doping gestanden.