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Biathlon: Gössner will in Antholz «Vollgas» geben

Uhr | Aktualisiert 15.01.2013 16:57 Uhr

In Antholz will Miriam Gössner mit Vollgas aufs Podest stürmen. (FOTO: DPA)

Nach nur einem Podestplatz beim Heim-Weltcup in Ruhpolding wollen die deutschen Biathleten nun im italienischen Antholz wieder angreifen. Vor allem für Miriam Gössner, die im WM-Ort von 2012 den Sprint gewonnen hatte, gibt es nur eine Devise.
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Antholz/dpa. 

«Weiter Vollgas! Ich fühle mich gut, mir machen die Rennen richtig Spaß und ich werde auf alle Fälle wieder angreifen. Am besten so, wie beim Sprint in Ruhpolding», sagte die laufstarke 22-Jährige. Bei den Männern will Simon Schempp erneut mit der absoluten Weltspitze mithalten.

Gössner führt zusammen mit Andrea Henkel das sechsköpfige Damen-Team an. Zu diesem stößt auch wieder die zweimalige Langlauf-Olympiasiegerin Evi Sachenbacher-Stehle. Sie hatte sich durch starke Leistungen im IBU-Cup für das Elite-Team empfohlen.

Staffel-Weltmeisterin Tina Bachmann wird sich nach ihrer Nicht-Nominierung für die WM unterdessen zu Hause in Altenberg regenerieren. «Erst einmal steht eine umfangreiche medizinische Untersuchung an und ich hoffe, dass ich dadurch ein paar mehr Erklärungen für die derzeitige Situation finde», sagte die 26-Jährige.

Sie habe sich selbst auch viel mehr vorgenommen: «Ich bin dementsprechend traurig. Jetzt gilt es, genau das zu analysieren und nach vorn zu schauen. Denn das große Ziel ist Sotschi - und in der Vorbereitung darauf hin soll nun wirklich nichts mehr schief gehen.»

Derweil hat Juliane Döll mit sofortiger Wirkung ihre Karriere beendet. Die 26-Jährige war noch im Dezember beim Weltcup in Hochfilzen gestartet. Sie will sich nun auf ihr Fernstudium der Rechtswissenschaften konzentrieren.

Bei den Herren bleibt das sechs Mann starke Team unverändert. Simon Schempp, der in Ruhpolding mit Platz fünf im Massenstart für das beste Ergebnis gesorgt hatte, will seine ansteigende Form weiter unter Beweis stellen. «Ich merke, dass ich mich jetzt von Woche zu Woche besser fühle», sagte der Uhinger.

Er weiß aber auch, dass in dem extrem starken Männerfeld Podiumsplätze schwer erkämpft werden müssen: «Ich bin wieder in der Lage, in der absoluten Weltspitze dagegenzuhalten. Aber wir sind uns alle einig: So eng ging es in der Weltspitze wirklich noch nie zu. Man kann sich inzwischen weder beim Schießen noch beim Laufen auch nur eine klitzekleine Schwäche erlauben.»

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