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Niederlage gegen Alba Berlin: MBC hält gegen Favoriten lange mit

MBC-Trainer Predrag Krunic gibt seinem Team taktische Hinweise

MBC-Trainer Predrag Krunic gibt seinem Team taktische Hinweise

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dpa

LEIPZIG/WEISSENFELS -

Der Ausgang der Partie zwischen dem Mitteldeutschen Basketball Club (MBC) und Alba Berlin löst zwiespältige Gefühle aus. Einerseits sah es phasenweise danach aus, dass der MBC mit ein bisschen mehr Korbglück hätte mehr erreichen können. Andererseits schien es so, als hätte Alba Berlin immer noch eine Antwort parat gehabt. Letztlich verlor der MBC gegen die Hauptstädter mit 75:84. 

Vor 4680 Zuschauern war der MBC in seiner Bundesligapartie ein paarmal knapp dran, den Tabellendritten und Euroleague-Teilnehmer Alba Berlin in Bedrängnis zu bringen. Aber gerade immer dann fehlte das letzte Quäntchen Glück beim Korbwurf oder es wurde zu früh der Abschluss gesucht. Auch in der Defensive fehlte es den Gastgebern einige Male an der letzten Konsequenz, um den Gegner am Korbwurf zu hindern. Dazu kam die bekannte Reboundschwäche des MBC. Die Wölfe holten sich gerade mal 23 abprallende Würfe, die Albatrosse 36. So kamen die Berliner nach Fehlwürfen viel öfter zur zweiten Chance. 

Ein Manko war sicher auch, dass Aufbauspieler Marcus Hatten erst recht spät ins Spiel fand. In der ersten Halbzeit kam er gerade mal auf vier Punkte, in der zweiten auf 15 und war letztlich mit 19 Punkten bester Werfer beim MBC vor Center Chris Otule mit 15 Punkten. 

Dennoch schien Cheftrainer Predrag Krunic mit dem Auftritt seiner Jungs zufrieden. "Sie haben gut gekämpft und bis zum Schluss alles versucht, um das Spiel zu gewinnen." Aber letztlich habe Berlin verdient gewonnen. 

Mit Blick auf die nächsten Gegner kann man die Spielweise der Weißenfelser samt Ergebnis aber auch als Mutmacher ansehen. Vor allem dann, wenn sich die beiden Neuzugänge aus der Winterpause noch stärker ins Team einbringen. James Southerland war das offensiv gegen die Berliner mit seine 13 Punkten bereits ganz gut gelungen. Louis Darby wird noch etwas Zeit brauchen, um sich in der Bundesliga zurechtzufinden. "Er ist ganz neu im Team und hatte zuvor eine lange Spielpause", sagte Krunic. Er vertraut darauf, dass Darby in den nächsten Partien mehr zeigen wird. 

Mit dem Umzug in die Arena Leipzig hat es der MBC geschafft, für ein Spitzenspiel deutlich mehr Zuschauer anzulocken, als es in Weißenfels möglich gewesen wäre. In die Stadthalle passen ja nur 3000 Besucher und sie war in dieser Saison noch nicht ausverkauft. Daher zeigte sich auch Teammanager Martin Geissler mit der Resonanz zufrieden, auch wenn das gleichzeitig stattfindende Finale der Handball-Europameisterschaft den MBC einiges an Zuschauern gekostet haben dürfte. Mit der gegen Alba gezeigten Leistung dürfte sich der MBC zudem dem Leipziger Publikum für das zweite sogenannte Event-Game der Saison am 6. März gegen Bayern München empfohlen haben. (mz)