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Neuer MBC-Trainer Predrag Krunic: "Eine große Herausforderung"

Predrag Krunic

Predrag Krunic am Dienstagabend beim Training in der Weißenfelser Stadthalle, die schon für das Spiel am Mittwoch hergerichtet ist.

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Peter Lisker

Weissenfels -

Zwei Heimspiele hintereinander hat der Mitteldeutsche Basketball Club innerhalb von vier Tagen zum Abschluss der Hinrunde. Zwei Heimspiele gegen Frankfurt (Mittwochabend) und Würzburg (Sonnabend), in denen es wieder die Hoffnung gibt, Siege scheinen möglich und wünschenswert. Das erwies sich zuletzt zwar jedes Mal als frommer Wunsch, aber vielleicht richtet es der neue Mann auf dem Stuhl des Cheftrainers. Predrag Krunic kennt die Mannschaft mittlerweile seit drei Tagen. Man darf gespannt sein, was ihm einfällt, um die eklatanten Schwächen im MBC-Spiel zu überwinden.

Am Dienstagabend jedenfalls zeigte er sich optimistisch. Einerseits für das Spiel am Mittwoch gegen Frankfurt, andererseits für die langfristige Aufgabe, den Klassenerhalt zu sichern. „Das ist für mich eine große Herausforderung“, sagte Krunic. Was er vorgefunden habe, sei eine optimistische Mannschaft. „Respekt vor dem, was Silvano Poropat aufgebaut hat“, betonte der Serbe. Dass die Truppe im Durchschnitt sehr jung ist, empfinde er nicht als Nachteil. „Mit jungen Spielern lässt sich gut arbeiten“, meinte er.

Keinen Moment gezögert

Auch wenn ihn MBC-Teammanager Martin Geissler bei seinem Anruf am Sonnabend in Bonn ans Telefon bekommen hat, zu Hause ist Krunic, der mit einer Deutschen verheiratet ist, in Oldenburg. „Ich habe drei Kinder, die dort zur Schule gehen, daran haben wir in den letzten Jahren nichts geändert.“ In Bonn sei man nur über die Feiertage gewesen.

Das Angebot, wieder in der Bundesliga arbeiten zu können, habe er nicht ausschlagen können. „Ich habe keinen Moment gezögert, ja zu sagen“, meinte Krunic im Gespräch mit der MZ.

Teil eins des Heimspieldoppels in dieser Woche hat es allerdings ganz schön in sich. Mit den Fraport Skyliners kommt ein Top-Team der Liga in die Weißenfelser Stadthalle. Zehnmal haben die Frankfurter in dieser Saison bereits das Parkett als Sieger verlassen, stehen auf Platz sechs und machen ihre Ansprüche auf die Teilnahme an den Play-offs nachdrücklich geltend. Das werden sie erst recht vor den laufenden Kameras des frei empfangbaren Fernsehens (Sport1) in Weißenfels ab 18.30 Uhr unter Beweis stellen wollen. Allerdings kann das ebenso für die Gastgeber eine besondere Motivation sein.

Aber dafür wird der neue Trainer die Aufgaben in seiner Mannschaft klar definieren müssen. Die Defensive muss hochkonzentriert sein, bringen es die Frankfurter doch im Schnitt auf 80,1 Punkte. Und die Offensive muss sich durchbeißen, denn mit 71,5 Gegenpunkten im Schnitt pro Spiel präsentieren die Frankfurter die beste Abwehr der Liga.

Immer wieder Vorsprünge verspielt

Spannend dürfte werden, ob es dem neuen Trainer bereits nach so kurzer Zeit gelungen ist, etwas gegen die regelmäßigen Zusammenbrüche des Teams am Ende der Partien zu tun. Immer wieder wurden Vorsprünge von zehn oder gar 15 Punkten verspielt.

Bester Werfer der Frankfurter ist der Amerikaner Jordan Theodore, der im Schnitt 14,2 Punkte macht. Aber die Skyliners haben eine hervorragende deutsche Achse mit Spielmacher Konstantin Klein (10,5 Punkte), Power Forward Danilo Barthel (8,4) und dem aus Jena stammenden Centerspieler Johannes Voigtmann (13,1 Punkte, 6,6 Rebounds). (mz)