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Mitteldeutscher Basketball Club: Besondere Reise des Trainers

Spieler

James Southerland zieht energisch zum Berliner Korb - so wird er auch in Oldenburg gebraucht. TaShawn Thomas beobachtet die Szene.

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Michael Thomé

Weißenfels -

Predrag Krunic, Cheftrainer des Mitteldeutschen Basketball Clubs (MBC) wiegelt zwar ein wenig ab, aber dennoch ist die am heutigen Freitag beginnende Reise zum nächsten Auswärtsspiel seiner Mannschaft nach Oldenburg eine besondere. „Das ist ja nicht zum ersten Mal, dass ich mit einer Mannschaft zu meinem ehemaligen Verein fahre“, sagt Krunic. Aber dennoch, mit Oldenburg holte Krunic 2009 - im übrigen gegen seinen früheren Verein Telekom Baskets Bonn - den deutschen Meistertitel. Als Trainer sicher sein größter Erfolg.

Das stimme schon, sagt Krunic. „Ich habe natürlich auch viele Freunde in Oldenburg und meine Familie wohnt dort“, erklärt er. Aber auf die Vorbereitung seines jetzigen Teams habe das keinen Einfluss. „Ich konzentriere mich ganz auf meine Aufgabe beim MBC“, sagt Krunic.

Und die ist wahrlich nicht einfach. Im Moment fehlen den Weißenfelsern sechs Punkte auf einen Nichtabstiegsplatz. Irgendwann muss die Mannschaft einmal anfangen, zu gewinnen. Warum eigentlich nicht in Oldenburg? Im Hinspiel hatte man das Top-Team (Platz fünf) schon am Rande der Niederlage, ehe der MBC eine 17-Punkte-Führung verspielte.

Die Spielweise von damals hat sich Krunic auch noch einmal per Video angesehen, um seine Mannschaft optimal auf den Gegner am Sonnabend um 20.30 Uhr in Oldenburg einzustellen. Auch wenn das jetzige Team ein anderes ist. Lance Jeter (damals 15 Punkte) und Filip Bundovic sind nicht mehr dabei. Dafür die beiden Neuzugänge James Southerland und Louis Darby. Southerland hat in den Testspielen, aber auch in seinem ersten Punktspiel für den MBC gegen Alba Berlin seine Möglichkeiten angedeutet.

Darby braucht noch einige Zeit. „Wie lange, das kann ich noch nicht sagen“, meint Krunic. Allerdings sei er optimistisch, denn der US-Amerikaner habe in den wenigen Tagen, die er jetzt beim MBC ist, große Fortschritte gemacht. Man dürfe nicht vergessen, dass er einige Monate lang keine Spiele bestritten hat, erklärt der Trainer. Mit seinem 19-minütigen Einsatz gegen Alba (sechs Punkte, zwei Rebounds, eine Vorlage) hat sich für ihn auch die Probezeit beendet und er hat nun einen Vertrag bis Saisonende, wie Teammanager Martin Geissler bestätigte.

Will der MBC den Sieg in Oldenburg, muss er gegenüber der Partie gegen Alba Berlin in Leipzig am Sonntag noch eine Schippe drauflegen. Krunic schätzt beide Teams als etwa gleich stark ein, „aber es kommt hinzu, dass es in Oldenburg eine Auswärtspartie ist“.

Auch wenn der MBC im Moment sehr weit vom rettenden 16. Tabellenplatz entfernt ist und das Abstiegsgespenst durchaus umgeht, Panik kommt bei den Chefs nicht auf. Martin Geissler sieht nach wie vor ein Chance für den Klassenerhalt. Man habe sich verstärkt, das sei ein Zeichen, dass sich der MBC nicht aufgegeben habe. Auch die Verpflichtung eines neuen Trainers sei ein klares Signal, dass man gewillt sei, den Kampf aufzunehmen. Man hätte es nach dem Rücktritt von Silvano Poropat auch bei der Konstellation belassen können, dass der Co-Trainer für den Rest der Saison das Kommando übernimmt. Das habe man nicht getan, weil man gewillt sei und eben auch die Chance sehe, die Klasse zu halten. „Meinen Optimismus schöpfe ich auch aus der Tatsache, dass wir viele Spiele nur sehr knapp verloren haben und dass wir uns nicht desaströs in unseren Partien präsentiert haben“, erklärt Geissler. (mz)



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