Vorlesen

Basketball: Erneute Dallas-Pleite

Uhr | Aktualisiert 26.12.2012 17:06 Uhr

Chris Kaman ist beim Wurf. (FOTO: DPA)

Der Playoff-Zug droht vorzeitig ohne die Dallas Mavericks abzufahren. In Memphis setzte es bereits die 15. Saisonniederlage. Aber nach Weihnachten soll Dirk Nowitzki zurückkehren.
Drucken per Mail
Memphis/Frankfurt/Main/dpa. 

Ohne den immer noch verletzten Dirk Nowitzki verlieren die Dallas Mavericks im Fight um die Playoff-Plätze immer mehr an Boden. Bei den Memphis Grizzlies verloren die Texaner am Freitag (Ortszeit) mit 82:92 (39:40) und kassierten die fünfte Niederlage in den vergangenen sechs Partien der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA. Wenigstens liegt der deutsche Superstar nach seiner Knieverletzung im Plan. „Wenn alles weiter so gut läuft, spiele ich zwischen Weihnachten und Neujahr wieder“, sagte Nowitzki in der „Bild am Sonntag“.

Damit gehen die Mavs erstmals seit der Saison 1999/2000 wieder mit einer negativen Bilanz in die Weihnachtstage. Damals verpassten sie letztmals den Einzug in die K.o.-Runde. Sehnsüchtig wartet Dallas weiter auf die Rückkehr von Nowitzki. Wegen Knieproblemen muss der 34-jährige Würzburger seit mehr als acht Wochen pausieren. Am vergangenen Mittwoch hatte er erstmals eine komplette Trainingseinheit mit der Mannschaft absolviert. Zumindest das nächste Spiel gegen Liga-Schwergewicht San Antonio Spurs in der Nacht zum Montag (MEZ) werden die Mavs aber wohl noch ohne ihren Kapitän auskommen müssen. Am 27. Dezember steht die Partie gegen die Oklahoma City Thunder an.

Dallas-Coach Rick Carlisle versuchte sein Rumpfteam, in dem neben Nowitzki unter anderem auch noch Derek Fisher und Elton Brand fehlten, nach dem erneuten Rückschlag aufzubauen. „Ich bin sehr zufrieden. Wir hatten personelle Probleme und am Tag zuvor ein schweres Spätspiel gegen Miami. Und trotzdem haben die Jungs alles gegeben“, sagte Carlisle. „Es ist ein schwacher Trost, wenn Du verlierst, aber der Einsatz war gut.“

Bei allem Kampfeswillen schaffte es der Meister von 2011 aber nicht, sich von seiner schwachen Anfangsphase zu erholen. Das erste Viertel ging mit 25:16 an die Gastgeber, fortan lief Dallas nur noch einem Rückstand hinterher. „Wir haben uns immer wieder den Berg nach oben gekämpft, konnten ihn dann aber nie überqueren“, sagte Shawn Marion, zusammen mit Vince Carter mit je 14 Zählern bester Werfer.

Einen schwachen Tag an alter Wirkungsstätte hatte dagegen O.J. Mayo erwischt. Der bisherige Topscorer seiner Mannschaft musste sich gegen sein Ex-Team mit zehn Zählern zufriedengeben. „Sie kennen mich natürlich sehr gut. Ihre Herangehensweise war: O.J. bekommt nichts, der Rest des Teams soll uns schlagen“, bilanzierte Mayo enttäuscht. Bester Werfer bei Memphis war Rudy Gay mit 26 Punkten.

Superstar LeBron James von den Miami Heat stellte derweil eine Bestmarke der NBA-Legende Karl Malone ausgerechnet gegen dessen Ex-Team Utah Jazz ein. Beim 105:89 (47:43)-Sieg des Meisters gelangen dem Olympiasieger und dreimaligen „Most Valuable Player“ der Liga auch im 24. Saisonspiel mindestens 20 Punkte. Malone hatte eine solche Serie in der Saison 1989/90 hingelegt. James machte insgesamt sogar 30 Zähler und meinte: „Das macht mich schon etwas stolz. Karl Malone war ein großer, ein fantastischer Spieler.“

Auch interessant