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Basketball: Alba begeistert gegen Meister Bamberg

Uhr | Aktualisiert 16.12.2012 18:28 Uhr
Alba Berlin hat das erste Kräftemessen mit den Brose Baskets Bamberg klar für sich entschieden. Gegen müde Franken brannten die Berliner phasenweise ein Basketball-Feuerwerk ab.(SYMBOLFOTO: DPA) 
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Alba Berlin hat das erste Kräftemessen mit den Brose Baskets Bamberg klar für sich entschieden. Gegen müde Franken brannten die Berliner phasenweise ein Basketball-Feuerwerk ab.
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Berlin/Frankfurt/dpa. 

Im bevorstehenden Dauer-Duell mit den Brose Baskets Bamberg hat Alba Berlin ein erstes deutliches Ausrufezeichen gesetzt. Die Berliner deklassierten den Titelverteidiger am Sonntag in eigener Halle mit 90:75 (49:27) und fügten dem Double-Gewinner der vergangenen drei Jahre damit die erst zweite Saisonniederlage zu.

Es war das erste von insgesamt mindestens vier Aufeinandertreffen zwischen den beiden deutschen Topclubs in dieser Spielzeit. Auch in der Zwischenrunde der Euroleague spielen beide Teams gegeneinander. Bester Werfer bei den Berlinern war Deon Thompson mit 19 Punkten. Bei den Franken kam Anton Gavel auf 18 Zähler.

Die Berliner spielten sich im ersten Gipfeltreffen phasenweise in einen Rausch. Von Beginn an setzten sie den deutschen Meister unter Druck und zogen angeführt von Center Yassin Idbihi schon im ersten Viertel auf sieben Punkte davon (25:18).

Die Vorentscheidung zugunsten der Hausherren fiel dann bereits im zweiten Abschnitt. Drei Tage nach dem Euroleague-Krimi gegen Belgrad wirkten die Bamberger müde und unkonzentriert und hatten dem Angriffswirbel der Berliner nichts entgegenzusetzen. Zur Pause führte Alba bereits mit 22 Punkten (49:27).

„Die erste Halbzeit sah spitze aus“, schwärmte Alba-Geschäftsführer Marco Baldi in der Halbzeit im TV-Sender Sport1. Sein Bamberger Kollege Wolfgang Heyder war dagegen enttäuscht. „Es ist uns nicht gelungen, den Schalter umzulegen“, meinte Heyder. „Alba geht besser mit der Doppelbelastung um.“ Um für das Mammutprogramm der kommenden Monate gerüstet zu sein, kündigte Heyder die weitere Verpflichtung eines Centers an. Alba hatte bereits Ende der Woche mit dem Transfer von Je'Kel Foster reagiert.

Der Ex-Profi von Bayern München und EWE Baskets Oldenburg war am Sonntag zwar noch nicht spielberechtigt, auch ohne den Amerikaner geriet der Berliner Erfolg allerdings zu keiner Zeit in Gefahr. Zu Beginn der dritten zehn Minuten führte Alba sogar mit 26 Punkten (55:29). Danach ließ der achtmalige Champion die Zügel aber schleifen, so dass die Bamberger das Ergebnis noch erträglich gestalten konnten.

Langsam in Schwung kommen unter der Regie von Ex-Bundestrainer Svetislav Pesic die Bayern-Basketballer. Gegen die Walter Tigers Tübingen schafften die Münchner am Samstagabend zu einem deutlichen 107:80 und feierten damit den zweiten Erfolg in Serie. Dennoch war Pesic nicht ganz zufrieden mit der Leistung seines rot-weißen Starensembles.

„Wir haben heute zwar aggressiv verteidigt, aber wir sind noch ein Stück weit weg von der Verteidigung, die wir in Zukunft spielen wollen“, sagte der Serbe. Die EWE Baskets Oldenburg gewannen das Nordderby bei den Artland Dragons klar mit 86:65.

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