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Radsport: Lance Armstrong ist kein Thema

Uhr | Aktualisiert 16.01.2013 20:50 Uhr
Radsport-Weltmeister Bert Grabsch hat im vergangenen Jahr den Generali-Cup gewonnen. (FOTO: T. TOMINSKI) 
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Das zu erwartende Doping-Geständnis des siebenmaligen Tour-de-France-Siegers Lance Armstrong (USA) hat keine Auswirkungen auf den Wittenberger Radsport-Tag, der am 4. Mai über die Bühne geht.
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Wittenberg/MZ. 

"Es läuft alles nach Plan", betont René Stepputtis vom Veranstalter Kreissportbund, der erneut als Cheforganisator den Hut auf hat. Der einzige Wackelkandidat in seinen Planungen ist der Generali-Cup für Elitefahrer, den in den letzten Jahren Ex-Weltmeister Bert Grabsch dominiert hat. "Ich kann dazu noch keine definitive Aussage treffen", betont Hauptsponsor Thomas Hoffmüller (Generali Wittenberg), der hofft, das entscheidende Gespräch mit dem Vorstand des Unternehmens noch in diesem Monat zu führen. "Es hat an der Generali-Spitze einen Wechsel gegeben", erklärt Hoffmüller die neue Situation, der hart daran arbeitet, dass sich noch alles zum Guten wendet. "Über den Stand der Dinge habe ich mit Kreissportbund-Präsident Uwe Loos gesprochen", so der Hauptsponsor.

Fest steht: Es wird um 17.30 Uhr ein Rennen durch die Innenstadt geben. "Wenn das entscheidende Gespräch zwischen Hoffmüller und dem Vorstand mit dem Ergebnis endet, dass kein Generali-Cup stattfindet, müssen die Rahmenbedingungen verändert werden", sagt Stepputtis, dessen Plan B "abgespeckte Version ohne Elitefahrer" heißt. "Es wäre wirklich schade", fügt er an, denn Seriensieger Bert Grabsch hat bereits Interesse bekundet, seinen Titel zu verteidigen. Der Champion im Einzelzeitfahren will zudem laut Cheforganisator sein Abschiedsrennen im Herbst 2014 in der Lutherstadt bestreiten. "Es soll Freitagabend passieren ", so Stepputtis, der diesen Termin bereits vermerkt hat.

Der Rest des Programm weist keinen Wackelkandidaten mehr auf. Die Breitensport-Veranstaltung Regio Pedale beginnt um 10.15 Uhr . Die Strecke ist diesmal nur 25 Kilometer lang und wird ohne Zwischenstopp absolviert. Ab 15.30 Uhr schwingen sich die Teilnehmer der Kleinen Friedensfahrt in die Sattel. Diese Veranstaltung hat sich in den vergangenen Jahren zum Erfolgsmodell entwickelt. Denn seit Thomas Döhring das Zepter als Organisator schwingt, wird bei jeder Auflage der Teilnehmerrekord geknackt.

Am Vorabend des Radsporttags geht es auf dem Wittenberger Marktplatz ebenfalls rund. Die im KSB organisierten Vereine erhalten die Chance, sich auf der großen Showbühne zu präsentieren. Im Anschluss steht Live-Musik auf dem Programm. "Der organisatorische Aufwand ist sehr groß. Deshalb haben wir uns entschieden, aus den Radsporttagen einen Radsporttag zu machen", so Stepputtis.