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Leichtathletik: Andrang beim Nachtlauf

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Nachtlauf

215 Läuferinnen und Läufer folgten der Einladung zum Nachtlauf nach Wittenberg. Dies ist neuer Rekord.   (BILD: kuhn)

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215 Teilnehmer spurten durch das abendliche Wittenberg und knacken den Rekord. Den "Mount Everest" hat ein Aktiver in Sachsen bestiegen.
wittenberg/MZ

André Martin vom SV Grün-Weiß Wittenberg hat allen Grund, sich zufrieden die Hände zu reiben. Er und seine Mitstreiter stellen fest: Der dritte Nachtlauf „Night Run“ als sportlicher Abschluss der Radsporttage hat erneut alle Erwartungen übertroffen.

Neue Bestmarke

Als erstes ist festzuhalten, dass es seit Sonnabendabend einen neuen Teilnehmerrekord gibt. „215 große und kleine Laufbegeisterte gingen an den Start“, verkündet Martin stolz. Voriges Jahr kamen 180. Sie alle waren wahlweise als Einzelkämpfer auf den bis zu 10,2 Kilometer langen Strecken unterwegs oder bildeten eines der dreiköpfigen Staffelteams. 24 Mannschaften hatten sich zusammengefunden. Zum anderen bilanziert Veranstalter Grün-Weiß, „dass in diesem Jahr sogar ausländische Läufer mitgemacht haben“. Ein Beispiel: Jones Rory aus dem amerikanischen Texas, Gaststudent in Wittenberg, wollte einfach ausprobieren, wie er die lange Strecke verkraften würde. Es gelang ihm gut. Letzter wurde der Amerikaner nicht. Unter den 48 Aktiven kam er nach 55:12 Minuten als 39. an.

André Martin lobt ebenso das Zusammenwirken mit dem Kreissportbund, der vor den Läufern die Radsportler in die Spur schickt. „Wir haben erst das dritte Mal zusammengearbeitet, aber es läuft bestens.“ Immer wieder betont der Wittenberger, wie toll es ist, die zum Altstadtrennen aufgebauten Strecken der Rennfahrer zu nutzen. „Ich glaube, dass wir sehr überfordert wären, das selbst so hinzubekommen.“ Allein die vorhanden technischen Möglichkeiten der Zeiterfassung sind optimal. „Eine Hand greift in die andere.“ Martin erklärt: „Wenn der KSB will, kommen wir 2014 gern wieder.“

Keine Überraschungen

Beim Blick in die Ergebnislisten offenbaren sich keine große Überraschungen. Martin hält fest, dass die üblichen Verdächtigen vorn angekommen sind. Über die 6,3 Kilometer schnappte sich Toni Keller vom VSG Saaletal Wettin Platz eins in der Gesamtwertung (22:06 min). Zweiter wurde Guido Schüppenhauer (Grün-Weiß Piesteritz, 23:47), Dritter Amandus Jäger (TSG Wittenberg, 25:09,592 min). Schnellste bei den Frauen war Annemarie Jäger (TSG, 26:04 min). Über die 10,5 Kilometer setzte sich Frank Krejcik an die Spitze (Germania Roßlau, 37:37 min). Silber ging an Gerd Richter (Kampfkunstschule Shu Ha Ri, 39:08 min), Bronze erlief Alf Huyoff (Rote Teufel Straach, 42:20 min). Krejciks Vereinskollegin Martina Rarek, die am 1. Mai bereits den Fläminglauf gewann, benötigte 46:13 Minuten und war so die schnellste Frau. In der Gesamtwertung erreichte sie damit Rang 16. Bei den Staffelwettkämpfen (6,3 km) hatte die Mannschaft der Wittenberger Botenläufer die Nase vorn (22:16 min). Es folgten das Team Paul-Gerhardt-Stift Wittenberg (22:56 min) und der FC Wolfspack (Fußballer Grün-Weiß Piesteritz, 23:42 min). Unter den Formationen waren auch sieben Kindermannschaften.

Alle Ergebnisse sind im Internet auf www.wittenberger-radsporttage.de zu finden.

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