Zwar reisen die Piraten als Favoriten an die Elbe doch die Besonderheit liegt diesmal bei den handelnden Personen, insbesondere auf Dresdner Seite. Gleich vier Namen sind den Piratenfans aus der nahen Vergangenheit noch bestens bekannt.
Mit Felix Pauli steht auf Dresdner Seite ein junger Außenangreifer, der durch großen Trainingsfleiß, gepaart mit einem hohen Maß an Ehrgeiz, den Weg in die erste Liga geschafft hat. Der ehemalige Merseburger wechselte 2009 zum Studium nach Dresden und bekam dort in der Zweitligamannschaft des VC Dresden die Chance, sich weiterzuentwickeln.
Einen völlig anderen Weg in diese Liga vollzog dagegen Phillip Collin, ein zweifellos großes Volleyballtalent. Gemeinsam mit Pauli spielte Collin zwei Jahre in der Piratenreserve in Spergau und schmetterte die Truppe gleich zweimal zum Regionalmeister.
Der Dritte im Bunde der "Expiraten" ist René Andörfer. Bis 2009 stand er an der Seite von Dörendahl im Dienst der Piraten. Danach verließ Andörfer die Volleyballszene und widmete sich seiner beruflichen Zukunft. Doch die Nähe zu Dresden ließen den Cottbusser 2011 noch einmal aktiv werden.
Maßgeblich für die Dresdner Entwicklung im Männervolleyball ist aber letztlich eine Person: Chefcoach Sven Dörendahl. Der charismatische Wahlsachse stand schon zu Spergauer Zeiten für Emotionen und Leidenschaft. Jetzt lebt er diese in Dresden aus und versucht in Mitteldeutschland systematisch ein zweites Zentrum des Männervolleyballs zu etablieren und schart dazu kontinuierlich ehemalige Mitstreiter um sich.