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Mitteldeutscher Basketball Club: Siegrezept gegen Bamberg: Passspiel unterbinden

Uhr | Aktualisiert 22.01.2013 21:08 Uhr

Silvano Poropat. (FOTO: ANDREAS BEZ)

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Wie gewinnt man gegen den deutschen Meister? Das ist die Frage, die den Cheftrainer des Mitteldeutschen Basketball Clubs (MBC) Silvano Poropat vor der Partie gegen die Brose Baskets Bamberg am Sonnabend, 19.30 Uhr, in der Weißenfelser Stadthalle umtreibt. Mit der Videoanalyse von Spielen der Bamberger versucht er, die Schwachstellen zu finden.
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Weissenfels/MZ. 

"Zwei Partien aus der Euroleague habe ich mir bereits angesehen. Diese hatte Bamberg verloren", sagt er. Zwei weitere aus der Bundesliga will er sich noch zu Gemüte führen. Allerdings sind da die Niederlagen rar. Bamberg hat lediglich am 14. Oktober in Quakenbrück und am 16. Dezember in Berlin Punkte eingebüßt.

Und hat er die Schwachstellen gefunden? Poropat sieht vor allem die Stärken des Gegners. "Wir müssen das Passspiel unterbinden und sie zu Einzelaktionen zwingen", sagt er. Und das funktioniere wiederum nur, wenn seine Mannschaft mit viel Energie ins Duell geht. "Wir dürfen zwei Dinge nicht machen", meint Poropat. "Wir dürfen Bamberg nicht zusätzlich groß machen und nicht zu hohe Erwartungen an uns selbst stellen." Denn der deutsche Meister sei der klare Favorit. "Aber Überraschungen kann es immer geben", sagt Poropat mit verschmitztem Lächeln. Von seiner Mannschaft erwarte er aber, dass sie sich nicht versteckt, dass sie auch etwas riskiert.

Womöglich wird man wieder eine ganze Kette von Wurfversuchen jenseits der Drei-Punkte-Linie erleben. Da hat der MBC ja beinahe ein Überangebot an treffsicheren Schützen: Hördur Vilhjalmsson, Osvaldo Jeanty, Malte Schwarz, Devin Uskoski. Aber auch Chad Timberlake hat schon manchen Ball aus der Distanz im Korb versenkt.

Auf jeden Fall freut sich Poropat auf den Sonnabend, weil er auf ein volles Haus hofft und dem Bamberger Coach Chris Fleming begegnet, den er sehr schätzt. "Er ist ein außergewöhnlich guter Trainer", sagt Poropat, "der in den vergangenen Jahren mit Bamberg Großes geleistet hat." Die Franken waren zuletzt dreimal hintereinander nationaler Meister.

In seiner Ludwigsburger Zeit habe er gute Begegnung mit Fleming gehabt, auch mit Siegen über Bamberg. Mit dem MBC fehlt Poropat dieses Erfolgserlebnis noch. Als die Wölfe im November 2009 zuletzt gegen die Bayern gewannen, hieß der Trainer noch Björn Harmsen. "Und es war auch eine ganz andere Mannschaft", sagt Poropat. Lediglich Sascha Leutloff ist davon noch übrig. Deshalb tauge der Sieg von damals nicht als Muster für den Sonnabend.

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