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Handball: Weißenfelser nicht cool genug

Uhr | Aktualisiert 28.12.2012 21:53 Uhr

Ein Spieler wirft einen Handball. (FOTO: ARCHIV/DPA)

Der Spitzenreiter der Handball-Verbandsliga, die SG Saaletal Reichardtswerben/Prittitz, hat seine Spitzenposition mit einem letztendlich überzeugenden 29:22 (13:9) gegen den USV Halle ausgebaut. Ligakonkurrent Weißenfelser HV musste dagegen nach zuletzt zwei Siegen beim 19:24 (7:12) bei der SG Kühnau wieder eine Niederlage einstecken.
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Plotha/Kühnau/MZ/coco/Kall. 

Der Spitzenreiter der Handball-Verbandsliga, die SG Saaletal Reichardtswerben / Prittitz, hat seine Spitzenposition mit einem letztendlich überzeugenden 29:22 (13:9) gegen den USV Halle ausgebaut. Ligakonkurrent Weißenfelser HV musste dagegen nach zuletzt zwei Siegen beim 19:24 (7:12) bei der SG Kühnau wieder eine Niederlage einstecken.

Gäste überraschen mit Taktik

In Plotha überraschten die Gäste gleich mit ihrer taktischen Aufstellung. Sie begannen mit einer doppelten Manndeckung gegen die SGS-Toptorschützen Kenny Dober und Marcel Großmann. Die Hausherren brauchten eine Weile, um sich auf die Situation einzustellen. Aber die Abwehr des Spitzenreiters trat gewohnt energisch auf und so fielen in der Anfangsphase nur wenige Tore. Nach zehn Minuten (3:3) hatte die SGS noch erhebliche Probleme, die Verteidigung des USV zu überwinden.

Doch dann betrat Co-Trainer Dima Radkevitch das Feld und zeigte seinen Teamkollegen, wie man sich gegen eine offensive Deckung behauptet. Sein Treffer zum 5:3 beruhigte das Spiel jedoch nur kurz, denn Halle glich schnell wieder aus. Trotzdem kamen die spielerischen Vorteile der Gastgeber jetzt verstärkt zum Tragen. Vor allem Martin Laue und Großmann waren jetzt erfolgreich und schraubten die Führung zur Halbzeit auf 13:9.

Die zweiten 30 Minuten begannen die Saaletaler mit höherem Tempo. Weiter konsequent in der Defensive, wollten die Einheimischen mit Konterattacken das Spiel entscheiden. Das zeigte schon bald Erfolg (18:12). Die Deckungsreihe erlaubte sich dann aber die eine oder andere Unaufmerksamkeit und der USV vermied so zumindest bis zur 50. Minute beim 24:18 einen noch höheren Rückstand. Doch mehr war für die Gäste nicht möglich. So erhielten in den Schlussminuten die Reserveakteure der SG Saaletal ein bisschen Spielpraxis und ließen nicht mehr viel anbrennen.

Wenig Mittel gegen Abwehrriegel

Nach dem Auswärtssieg in Spergau fuhren die Männer des Weißenfelser Handballvereines (WHV) mit begründetem Optimismus und viel Selbstbewusstsein zur Auswärtspartie nach Kühnau. Doch bereits die ersten fünfzehn Minuten sollten das Unterfangen Auswärtssieg um einiges schwerer gestalten (1:6). Kühnau, mit einem engen Abwehrriegel agierend, bot den Gästen von der Saale nur schwierige bis gar keine Chancen. Auf der anderen Seite stellten sich die Männer von Trainer Torsten Hahn nicht glücklich dabei an, die offene Deckung der Gastgeber mit Eins-gegen-Eins-Situationen zu ihren Gunsten zu nutzen. Selbst eine Auszeit von Hahn änderte nichts.

Erst in der zweiten Halbzeit erlebten die wenigen Zuschauer einen ganz anderen WHV. Nachdem Kühnau noch auf 13:7 erhöhte, machten nur noch die Gäste das Spiel. Die Gastgeber ließen sich vom schnellen Angriffsspiel förmlich überrollen und in der 45. Minute stand es nur noch 16:14 für Kühnau. Beim 18:16 hatte der Gast aus Weißenfels mit Strafwürfen und freien Kontern mehrfach die Gelegenheit, das Spiel zu kippen und selbst in Führung zu gehen. Aber einige Akteure waren bei ihren Würfen vor dem zweiten Torhüter der Kühnauer nicht cool genug und somit besiegelten die Gäste die etwas zu hoch ausgefallene Niederlage selbst.

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