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Handball: SG Weißenfels/ Großgrimma siegt nach Niederlagenserie

Uhr | Aktualisiert 26.12.2012 20:43 Uhr
Carolin Hillert (in Schwarz) erzielt in Hohenmölsen ein Tor beim Sieg der SG Weißenfels/Großgrimma gegen den HV Ilsenburg. (FOTO: ALEXANDER BLEY) 
Gegen Aufsteiger Ilsenburg gelingt der SG Weißenfels/Großgrimma ein wichtiger Sieg. Bis zum Klassenerhalt ist es aber noch ein weiter Weg.
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hohenmölsen/MZ/KALL. 

Die Spielgemeinschaft Weißenfels / Großgrimma hat mit einem 20:16 (12:10) gegen Aufsteiger HV Ilsenburg einen wichtigen Sieg im Kampf um den Klassenerhalt in der Handball-Sachsen-Anhalt-Liga der Frauen gelandet. Nach dem 23:17 gegen die Zweite des TSV Niederndodeleben war das erst der zweite Saisonerfolg und der erste nach zuvor fünf Niederlagen am Stück. Mit jetzt fünf Punkten liegt die Mannschaft des Trainergespanns Jan Förster / Frank Eichardt auf dem elften und damit drittletzten Platz in der Liga.

Schnelle Führung zu Beginn

Gegen Ilsenburg nahmen sich die Gastgeberinnen vor, aus einer stabilen Deckung durch schnelles Spiel nach vorn die eigenen Gelegenheiten zu suchen. Die Partie begannen sie auch sehr konzentriert und konnten vor zahlreichen Zuschauern ein schnelles 3:0 herauswerfen. In den Folgeminuten blieb Weißenfels / Großgrimma überlegen und besonders durch druckvolle Einzelaktionen und Würfen von Außen gefährlich - 5:2. Dann aber stellte sich der Aufsteiger besser auf das Spiel der Heimmannschaft ein und zwang die SG-Damen zu einigen überhasteten Aktionen. Gleichzeitig stieg die Fehlpassquote an, so dass die konzentrierte Arbeit der ersten Minuten beim 7:6 wieder fast dahin war.

Dass man aber unbedingt gewinnen wollte, zeigten die nächsten Minuten. Einige kleine Umstellungen zeigten sofort Wirkung und man konnte innerhalb von nur sechs Minuten auf 11:6 enteilen (21.). Aber statt weiter Druck zu machen, versuchte der Gastgeber nunmehr vermehrt den Spielstand zu verwalten und spielte so die Aktionen ohne die notwendige Schnelligkeit und Konsequenz aus. Dass man sich das auch gegen einen Aufsteiger nicht erlauben kann, zeigten die folgenden Minuten, als die Gäste besonders über die gefährlichen Außen auf 11:10 verkürzten. Auch eine Auszeit beruhigte das Spiel in dieser Phase kaum und Weißenfels / Großgrimma rettete eine Zwei-Tore-Führung in die Halbzeit.

Motiviert in die zweite Hälfte

Beim Pausentee forderte das Trainerteam mehr Ruhe und Konsequenz in den Abwehr- und Angriffsaktionen und mehr Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Entsprechend motiviert ging es in die zweite Hälfte. Besonders in der Deckung zeigte man jetzt eine andere Körpersprache und ließ kaum einfache Torgelegenheiten zu. Was dann doch durch kam, wurde außerdem oftmals Beute der sicheren Madlen Schröter im Tor der SG.

Einzig die Chancenverwertung war nun ein Manko, so dass die Partie letztlich von den Abwehrreihen dominiert wurde. Weißenfels / Großgrimma hielt jedoch konsequent nach dem schnellen 14:10 eine sichere vier bis fünf Tore-Führung, so dass das nicht so sehr ins Gewicht fiel. Erst nach dem 18:13 kamen die Gäste noch einmal kurz beim 18:16 auf, aber danach ließen die Gastgeberinnen nichts mehr zu. So konnte die neue Frauenhandball-Spielgemeinschaft mit einem Sieg in die kurze Weihnachtspause gehen. Trotzdem sollte sie in den nächsten Partien unbedingt an der Konstanz arbeiten, um wieder in die Erfolgsspur zurück zu finden. Dass mehr Potenzial in der Mannschaft steckt, blitzte gegen Ilsenburg immer wieder auf. Dies muss man aber auch kontinuierlich abrufen.

Weißenfels / Großgrimma: Schröter, Behling und Szillat im Tor, Siermann (6 Tore), Schwerthfeger (5), Henze, Näther (je 2), Hartmann, Weniger, Schmidt, Zeigermann, Hillert (je 1), Graul, Bahr

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