Er meinte damit, „dass wir einen, eigentlich alle drei Punkte holen wollten. Aber mit diesen Unsicherheiten in der Anfangsphase wurde das natürlich schwer.“
Tatsächlich spielte der SV Teuchern in der ersten halben Stunde wie ein Absteiger. Dass es der Gastgeber aber eigentlich besser könnte, zeigte er in dieser Zeit überhaupt nicht. Da die Teucherner viel zu weit von ihren Gegenspielern standen, konnten die Zeitzer nahezu tun und lassen was sie wollten. Schon nach zwei Minuten hatte der Club eine große Doppelchance als erst ein Kopfball von Chris Menz auf der Linie geklärt wurde und anschließend Hans Meier mit einem Hammerschuss an Norman Gänkler im SVT-Tor scheiterte. Da aber Zeitz weitere sehr gute Möglichkeiten durch Christian Müller (7.; knapp vorbei), Daniel Görg (11.; Gänkler rettet im Nachfassen) und Meier (17.; trifft aus fünf Metern das leere Tor nicht) liegen ließ, schien Teuchern mit einem blauen Auge davon zu kommen. Doch nach genau einer halben Stunde konnte sich Müller beim 1:0-Führungstor von der Strafraumgrenze aus die Ecke im Teucherner Tor regelrecht aussuchen.
„Eigentlich hätten wir da schon 3:0 führen müssen. Unerklärlich, warum wir das Spiel dann aus der Hand gegeben haben“, ärgerte sich Club-Co-Trainer Frank Grimm, der auf ein Mal eine scheinbar wachgewordene Gastgebermannschaft sah, die ihrerseits drei richtig gute Möglichkeiten liegen ließ. Nacheinander visierten Holger Erdmenger (36.), Sebastian Köpper (39.) und Christian Krieger (40.) das Zeitzer Gehäuse zu knapp an, so dass es bei der knappen Pausenführung für die Gäste blieb.
Nach dem Wechsel legte der Gastgeber sogar noch ein Schippe drauf und wurde nach nicht einmal vier Minuten mit einem wunderschönen Treffer auch belohnt. Christopher Beyer ging allein auf FC-Keeper Beier zu, wurde abgedrängt, schaffte es aber aus der Drehung heraus und fast von der Grundlinie den Ball ins leere Tor zu heben - 1:1 (49.). Jetzt war es ein Spiel auf Augenhöhe, in dem aber Teuchern immer mehr Oberhand gewann und eigentlich in Führung hätte gehen müssen. Erneut stand Krieger frei vorm Tor, traf in der 61. Minute aber nur die Latte.
„Mit einem 2:1 im Rücken wäre das Spiel sicherlich anders verlaufen“, meinte Teucherns Verantwortlicher Reinhardt und sah kurz darauf die erneute Führung für die Gäste. Steven Knechtel stand nach einem Freistoß versteckt hinter dem langen Meier und schoss zum 1:2 (63.) in den Winkel.
Das entscheidende 3:1 für Zeitz fiel ähnlich. Wieder war es Knechtel, der in der 70. Minute davon profitierte, dass Gänkler eine Ecke unterlief, und nur noch einschieben brauchte. „Genau so hatten wir das vorher abgesprochen. Lange Bälle auf den langen Pfosten“, freute sich Grimm.
Damit war die Moral des SV Teuchern gebrochen und zu allem Überfluss knallte Erdmenger in der 89. Minute noch einen Foulelfmeter an die Latte.