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Fußball: Bronze für die Gastgeber Zorbau

Uhr | Aktualisiert 03.01.2013 21:57 Uhr

In der Vorrunde des Zorbauer Krombacher-Cups unterlag Rot-Weiß Weißenfels (in Blau) Titelverteidiger Brachstedt mit 1:8. (FOTO: PETER LISKSER (2)/BLEY/WÖLK/ZENTNER)

SV Blau-Weiß Zorbau feiert seinen dritten Platz im Turnier um den Krombacher-Cup nach Neunmeter-Schießen wie eine gewonnene Meisterschaft.
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Zorbau/MZ/schü. 

Mit einem Paukenschlag eröffnete der Pokalverteidiger SG Blau-Weiß Brachstedt das Hallenfußballturnier des SV Blau-Weiß Zorbau um den Krombacher-Cup und fegte die als gute Hallenmannschaft bekannten Rot-Weißen aus Weißenfels mit 8:1 förmlich vom Parkett. Auch beim 0:7 gegen Dölau gingen die Neustädter unter und mussten sich am Ende sogar mit dem letzten Platz zufriedengeben. Turniersieger wurde Titelverteidiger Brachstedt, das sich im Finale gegen den SV Blau-Weiß Dölau durchsetzte. Der gastgebende Landesligist Zorbau sicherte sich im Spiel um Platz drei gegen die Kickers Markkleeberg mit 5:3 im Neunmeter-Schießen (3:3) die Bronzemedaille.

Stimmung beim Lokalmatador

Richtig Stimmung kam natürlich bei den Auftritten der Einheimischen auf, die in der Vorrunde Köthen mit 9:1 bezwangen. Das Tor des Tages erzielte dabei Alexander Schmidt, der mit Schwung aus der eigenen Hälfte kam, genau an der Mittellinie abzog und den Ball millimetergenau im Dreiangel versenkte. Markkleeberg lag allerdings nach Toren in der Tabelle vorn und Zorbau hätte den direkten Vergleich gewinnen müssen, um Gruppenerster zu werden. Qualifiziert für die Halbfinals waren beide Teams bereits. In der Anfangsphase verletzte sich Tormann Mathias Henze. Seine Auswechslung führte zu einem Bruch im Zorbauer Spiel. Der SV erarbeitete sich zwar tolle Chancen, traf aber nur Latte, Pfosten und Gegenspieler. Den Rest kratzte der Markkleeberger Keeper von der Linie. Die Gäste nutzten dagegen ihre Konter. Ersatzschlussmann Tobias Babian hatte keine Gelegenheit, warm zu werden (1:5). Die beiden Zorbauer Treffer in der letzten Minute kamen zu spät.

Im Halbfinale hatte Zorbau gegen Brachstedt mit 1:4 das Nachsehen, so dass es im kleinen Finale zur Revanche gegen Markkleeberg kam, das wiederum erst nach Neunmeter-Schießen gegen Dölau das Endspiel verpasste.

Die längste Pause des Turniers hatte zwischenzeitlich der SV Rot-Weiß Weißenfels, der nach fünf Spielen als Zuschauer um Platz fünf gegen Germania Köthen antrat. Wenigstens der Ehrentreffer gelang Christoph Körner eine Minute vor Ende zum 1:4. Ansonsten war es einfach nicht der Tag der Männer vom Röntgenweg.

Richtige Dramatik kam dagegen im kleinen Finale auf. Markkleeberg ging dreimal in Führung, Zorbau glich jeweils aus und am Ende entschied ein Neunmeter-Schießen. Die ersten beiden Schützen, Mirko Looben und Thomas Proschwitz, hatten sicher verwandelt. Markkleebergs Patrick Siech traf die Latte und der inzwischen immer sicherer gewordene Tobias Babian parierte den zweiten Schuss von Tim Dinius. Plötzlich entlud sich die Anspannung nicht nur auf den Rängen. Auch die Zorbauer Spieler stürmten zu ihrem Keeper, als hätten sie mehr als nur den dritten Platz beim eigenen Hallenturnier gewonnen.

Siegtreffer in letzter Minute

Nicht weniger spannend ging es im Finale zu. Brachstedt führte zur Halbzeit 2:0 und sah schon wie der sichere Sieger aus. Binnen sechzig Sekunden hatte Dölau jedoch ausgeglichen und es gab eine hartumkämpfte zweite Hälfte. Die Pokalverteidigung sah jetzt für Brachstedt gar nicht mehr so sicher aus, Dölau war nah dran, die Partie zu kippen. Alle waren sich sicher: Der nächste Treffer wird entscheiden. Der fiel so kurz vor Ende der Spielzeit, das Dölau nicht noch einmal zurückschlagen konnte. So verließ der Titelverteidiger als neuer und verdienter Sieger die Zorbauer Mehrzweckhalle.

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