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Floorball: Zweimal «D» zum Doppelspieltag

Uhr | Aktualisiert 24.01.2013 20:52 Uhr
Sebastian Bernieck (rechts) strebt mit dem UHC Weißenfels am Wochenende zwei Pflichtsiege an. (FOTO: PETER LISKER) 
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Schaut Hannu Santanen auf die aktuelle Tabelle der Floorball-Bundesliga, muss der Blick des finnischen Trainers ganz nach unten wandern. Auf Rang acht und zehn findet er die beiden Gegner, auf die sein Team, der UHC Sparkasse Weißenfels, an diesem Wochenende trifft.
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Weissenfels/Dresden/MZ. 

Die Favoritenrolle ist also schnell ausgemacht. Denn Satanens Schützlinge stehen ganz oben, sind in der Liga ungeschlagen.

Doch genau diese Konstellation macht gerade das Auswärtsduell am Samstag beim Schlusslicht, den Igels Dresden, so gefährlich. "Dresden braucht dringend Punkte. Die werden kämpfen bis zum Umfallen. Genauso wie der UHC Döbeln", warnt der Coach seine Spieler und die Fans vor allzu hohen Erwartungen. Döbeln kommt am Sonntag um 16 Uhr in die Weißenfelser Stadthalle und hatte in der Hinrunde 4:16 verloren. Dresden musste sich nur mit 3:6 dem amtierenden deutschen Meistern geschlagen geben. "Ich schätze Dresden auch als die etwas stärkere Mannschaft ein", findet Santanen. Zudem sei es eine Partie in der Fremde, was immer schwieriger sei, als zu Hause vor den eigenen Fans zu spielen.

Zwei von drei Siegen holten die Sachsen gegen Bremen, zuletzt am vergangenen Sonnabend auswärts mit 7:6. Döbeln verlor indes zwar mit 7:10 gegen Berlin, tankte aber davor wertvolles Selbstvertrauen beim 5:4-Heimerfolg gegen den Tabellenzweiten ETV Hamburg. Mehr als eine Warnung für die UHC-Männer um Kapitän Robert Blanke. Zumal sich die Gäste in der Winterpause verstärkt und umstrukturiert haben. Der 22-jährige Verteidiger Viktor Pavlik aus Tschechien wechselte von Chemnitz nach Döbeln, während sich Spielertrainer Stefan Barthel dort nun voll aufs coachen konzentriert.

Dennoch, das Ziel der Weißenfelser ist klar. "Zwei Pflichtsiege", sagt Sebastian Bernieck ohne Umschweife. Und die unter der Prämisse, sich schon auf die Playoff-Halbfinals vorzubereiten. "Wir sind nach der Winterpause etwas schwer ins Rollen gekommen", gibt er nach dem Pokal-Aus gegen den Zweitligisten Bonn (1:2) und dem 11:4-Heimerfolg gegen Lilienthal zu. "Dresden und Döbeln sind zwei Gelegenheiten, unsere Offensivmöglichkeiten auszutesten", schildert der Nationalspieler. Dabei gehe es vor allem darum, wie weit das Team im Angriff gehen kann, ohne konteranfällig zu werden.

Da kommt Rückkehrer Samuel Slättmann gerade zur rechten Zeit. Der 23-jährige Schwede soll in der Abwehr mehr Sicherheit bringen. "Er hat diese Woche mittrainiert und sein Knie scheint okay zu sein. Ich denke, er wird am Wochenende mitspielen können", schätzte Bernieck ein. Ansonsten sei das ganze Team weitgehend fit und startklar.

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