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Floorball: Souveräner UHC-Erfolg in Chemnitz

Uhr | Aktualisiert 26.12.2012 19:44 Uhr
Axel Kuch (UHC Weißenfels) (FOTO: MZ) 
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Der ehemalige UHC-Trainer Martin Brückner beobachtete das Spiel des Floorball-Bundesliga-Spitzenreiters UHC Sparkasse Weißenfels gegen die Floorfighters Chemnitz. Weißenfels gewann mit 9:5.
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Chemnitz/MZ. 

"Also, das war schon eine ansehnliche Kulisse in Chemnitz, ich schätze mal so 300 bis 350 Zuschauer waren da, das ist sicherlich nicht alltäglich dort", schätzt Martin Brückner, ehemaliger Trainer des Floorball-Bundesliga-Spitzenreiters UHC Sparkasse Weißenfels, der sich als "erste Amtshandlung" in seinem Weihnachtsurlaub in der alten Heimat den 9:5-Auswärtssieg seiner ehemaligen Schützlinge bei den Floor Fighters Chemnitz angeschaut hatte. Brückner ist seit diesem Sommer Trainer des schwedischen Viertligisten Ingelstad IBK.

Kuch wird Spieler des Tages

In der drittgrößten sächsischen Stadt gingen die Saalestädter zwar schnell mit 1:0 durch Tim Böttcher in Führung, mussten nach dem 2:0 (Matthias Siede / 9. Minute) aber noch im ersten Drittel den Ausgleich der Floor Fighters hinnehmen. Nach der Chemnitzer Führung Mitte des zweiten Abschnitts drehten Axel Kuch und Robert Blanke das Spiel zur erneuten Führung. "Die beiden haben mir auch am besten gefallen. Robert spielte nahezu fehlerfrei und Axel ist technisch unheimlich begabt. Ich habe ihn zum ersten Mal in der Bundesliga gesehen und bin begeistert, dass er in diesem Alter schon so weit ist," lobte Brückner den 16-Jährigen, der nach dem Spiel auch folgerichtig zum "Spieler des Tages" gewählt wurde.

Die Chemnitzer, "die sehr defensiv standen, aber immer gefährlich waren", so Brückner, ließen auch im letzten Drittel nicht locker und trafen schnell zum 4:4 (42.). Doch das war es dann endgültig mit der Gegenwehr gegen den amtierenden deutschen Meister. Innerhalb von genau viereinhalb Minuten trafen Jonas Hoffmann (2), Kuch und Yannick Zwierner viermal für den UHC ins Tor der Gastgeber - damit war das Spiel entschieden. Kuch krönte seine herausragende Leistung mit seinem dritten Tor in der 52. Minute zum Endstand von 9:5, danach lief das Spiel ereignislos aus.

Vierte Liga in Schweden besser

"Die Weißenfelser haben in den entscheidenden Phasen die wichtigen Tore gemacht", fand der Schweden-Legionär den Grund für den am Ende noch sicheren Weißenfelser Sieg. Vom Spielniveau her aber sah er schon Unterschiede zu der vierten schwedischen Liga. "Die ist etwas besser, einfach weil du viele ehemalige Topstars hast, die hier ihre Karriere ausklingen lassen", so Brückner, der mit seiner Mannschaft derzeit Dritter und damit noch aussichtsreich im Rennen um einen der beiden Aufstiegsplätze in die dritte Liga ist.

Weißenfels: Schauer und Vogel im Tor, Kuch (3 Tore / keine Vorlage), Hoffmann (2 / -), Böttcher, Blanke und Erben (je 1 / je 1), Siede, Heinel und Zwierner (je 1 / -), Herlt, Bernieck, Hofmann und Weigelt (je - / 1)