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Floorball: Letzte Chance genutzt

Uhr | Aktualisiert 01.02.2013 16:15 Uhr
Die Weißenfelserin Pauline Baumgarten (18) traf zum 4:1 ins Tor. (FOTO: ELKE SCHOLZ) 
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Die deutsche Floorball-Nationalmannschaft der Frauen hat beim Qualifikationsturnier zur Weltmeisterschaft in Lettland den ersten Sieg im dritten Spiel gelandet und damit ihre Chance auf einen der ersten drei Plätze in der Sechsergruppe gewahrt.
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Valmiera/MZ. 

In Valmiera siegte das Team von Bundestrainer Simon Brechbühler mit 4:1 (1:1 / 0:0 / 3:0) gegen Estland, liegt aber nach wie vor mit jeweils einem Punkt Rückstand hinter der Slowakei und Estland auf dem fünften Platz. Gegen Italien (Sonnabend, 15 Uhr) und die Slowakei (Sonntag, 10 Uhr) müssen nun weitere Siege her, um sich für die WM im Dezember in Tschechien zu qualifizieren.

Gegen Estland hatte die Weißenfelser Nationalspielerin Pauline Baumgarten nach nicht einmal einer halben Spielminute die Riesenchance zur frühen Führung, scheiterte aber mit einem Strafstoß an der gegnerischen Torfrau. Zwar ging Deutschland in der 17. Minute dann doch mit 1:0 in Führung, aber nicht einmal eine Minute später schafften die Estinnen den Ausgleich.

Nach einem ereignislosen zweiten Drittel begann der letzte Durchgang wie der erste - mit einem nicht anerkannten verwandelten Strafstoß, diesmal aber auf Seiten von Estland. In der Folgezeit stürmten die Spielerinnen aus dem Baltikum gegen das deutsche Tor an, fanden aber keine Lücke in der Abwehr. Stattdessen entschied Deutschland das Spiel in den Schlussminuten mit zwei weiteren Treffern, Baumgarten machte mit dem 4:1 ihren Fehler aus den Anfangssekunden wieder gut.

Erneut nicht eingesetzt wurde wegen eines Infekts die Weißenfelserin Sarah Patzelt. Sie sah sich das Spiel von der Tribüne aus an: "Ich glaube, wenn man nur am Spielfeldrand sitzen darf und zugucken muss, ist man nervöser als die Team-Kolleginnen. Ein bisschen traurig bin ich natürlich schon, dass ich nur moralisch unterstützen kann, aber am Sonntag geht es wieder mit auf´s Spielfeld", war sich die Stürmerin vom UHC Sparkasse sicher, bescheinigte ihrer Mannschaft aber eine konzentrierte Leistung bis zum Schluss, auch wenn es mit der Chancenverwertung noch haperte. Auch Co-Trainer Hans-Rudolf Zysset sah das deutsche Nationalteam auf einem guten Weg. "Die Anspannung war am Anfang zu spüren, aber die Coolness siegte und die Damen zeigten wiederholt, dass sie als Team spielen", so Zysset und hofft auf ähnliche Leistungen gegen die beiden kommenden Gegner.

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