Vorlesen

Basketball: Wölfe erwarten zu Weihnachten die LTi Giessen

Uhr | Aktualisiert 21.12.2012 22:23 Uhr
MBC-Trainer Silvano Poropat beobachtet das Spiel von der Seitenlinie. (FOTO: DPA) 
Von
Gießen, Trier, Würzburg. Es werden wohl auch diese Städtenamen sein, die zum Jahreswechsel in den Köpfen der Spieler des Mitteldeutschen Basketball Clubs (MBC) herumgeistern.
Drucken per Mail
Weißenfels/MZ. 

Denn der Spielplan der 1. Bundesliga ist gerade jetzt proppenvoll: Am zweiten Weihnachtsfeiertag kommt Gießen, schon am 29. Dezember geht es nach Trier, am 5. Januar stellt sich Würzburg in der Stadthalle vor.

Zeit für Besinnlichkeit bleibt da nur wenig. Auch am Heiligabend gibt es vormittags noch ein Training, bevor es am ersten Weihnachtstag abends weitergeht mit der Vorbereitung auf das Gießen-Spiel. Wenigstens zwischendurch ist da Zeit fürs Fest. Und die braucht auch Chad Timberlake. "Für mich ist ein großer Wunsch wahr geworden. Mein Vater kommt tatsächlich zu Besuch", erzählt er. Am Samstag soll Philip Timberlake, der einst in Deutschland professionell Basketball gespielt hat, ankommen. "Mein Vater ist ein toller Koch", schwärmt der Sohn und freut sich schon auf das gemeinsame Essen am Heiligabend. Was es gibt? Da lässt er sich freudig überraschen. "Vor einigen Jahren, als ich in Tschechien gespielt habe, da war er auch schon mal zu Besuch und hat gekocht, es hat köstlich geschmeckt ", weiß er noch. Bei ihm zu Hause in den USA gibt es zu Weihnachten oft Truthahn, süße Kartoffeln und allerhand Süßigkeiten, erzählt Timberlake noch und hofft, dass er Zeit findet, mal nach Frankfurt und Wiesbaden zu fahren, wo der Vater einst gespielt hat.

Mit Ehefrau Hafdis wird MBC-Aufbauspieler Hördur Vilhjalmsson die wenige freie Zeit rund um den Jahreswechsel verbringen. Genau am Samstag vor einem Jahr haben beide in Weißenfels geheiratet. "Für uns ist es das erste gemeinsame Weihnachten fern der Heimat", erzählt der Isländer. Im vergangenen Jahr erlaubte es der Spielplan der 2. Bundesliga Pro A, das Fest zu Hause zu feiern. Dort verbringe man Heiligabend so ähnlich wie in Deutschland, meint Vilhjalmsson. Die Geschenke liegen unterm Baum, Mutter kocht, oft gibt es eine Art Schweinerücken oder Fisch, als Krönung Süßigkeiten wie Schokolade mit Lakritzfüllung.

Besuch zum Fest bekommt in diesem Jahr Center Phillipp Heyden. "Meine Eltern kommen am Heiligabend", erzählt der gebürtige Schwabe. Und dann gibt's Pizza. "Vater kümmert sich drum", meint der 2,06-Meter-Mann der Wölfe. Sonst schwingt er auch selbst gern mal den Kochlöffel, liebt es mitunter recht scharf.

Doch zum Kochen wird ihm wenig Zeit bleiben. Dass es in der 1. Bundesliga keine Weihnachtspause gibt, damit müsse man leben, wenn man in der höchsten deutschen Spielklasse auflaufen will, meint Heyden. Und überhaupt - Weihnachten hin, Weihnachten her. "Das schönste Geschenk wäre ein Sieg gegen Gießen", meint Phillipp Heyden und erntet ein Kopfnicken bei seinen Teamkollegen.

Auch interessant