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Basketball: Wachalski in der Formkrise

Uhr | Aktualisiert 30.01.2013 20:44 Uhr

Kommt momentan nicht so richtig durch: Steve Wachalski (hier im Spiel gegen Frankfurt) (FOTO: PETER LISKER)

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Zwölf Minuten Einsatzzeit, zwei Punkte per Freiwürfe und zwei Rebounds gegen Bamberg am vergangenen Samstag. Zu wenig für einen Steve Wachalski, auch in einem Spiel gegen den amtierenden Meister. Der 29 Jahre alte Angreifer des Mitteldeutschen Basketball Clubs (MBC) steckt in der Krise.
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Weissenfels/MZ. 

Zwar stand er in der Startformation neben Djordje Pantelic, Hördur Vilhjalmsson, Kelly Beidler und Chad Timberlake, aber eigentlich hat ihn der zu Saisonbeginn verpflichtete Devin Uskoski auf der Position mittlerweile überholt. Er bekommt derzeit deutlich mehr Einsatzzeit und dankt es auch mit Punkten. Elf waren es gegen Bamberg. Dazu kamen neun Rebounds. Damit war er bester Balleroberer nach gegnerischen Fehlwürfen in dieser Partie.

Es ist nicht das erste Spiel, in dem Wachalski die Erwartungen nicht erfüllt. "Und ich sehe auch noch nicht, dass die Krise vorbei ist", sagt Cheftrainer Silvano Poropat. Aber er glaubt an seinen Power Forward, der in der Aufstiegssaison eine klasse Leistung abgeliefert hat und auch zu Saisonbeginn in Liga eins daran anknüpfen konnte. "Aber er muss vor allem selbst an sich glauben", meint Poropat, dann werde der 2,02-Meter-Mann auch wieder aus dem Tief herauskommen. Anzeichen dafür sehe er im Training.

Deshalb sei das gegenwärtige Problem des Angreifers auch nicht zu vergleichen mit der Situation um den früheren Spielmacher Sharaud Curry, der seine Position schnell an Vilhjalmsson verloren hatte, sich danach nicht mehr so recht motivieren konnte und letztlich nur noch weg wollte. Mit der Verpflichtung von Osvaldo Jeanty ließ man ihn schließlich zu Beginn der Rückrunde ziehen.

Aus Sicht des Trainers und von Manager Martin Geissler besteht aufgrund der Wachalski-Krise also kein Druck, personell nachzulegen. Auch wenn rundherum in der Tabellenzone, in der gegen den Abstieg gekämpft wird, auf dem Transfermarkt buntes Treiben zu beobachten ist. Abgesehen von Gießen, das Spieler abgegeben hat, um nach der Insolvenz bis zum Saisonende finanziell über die Runden zu kommen. Geissler geht davon aus, dass Gießen bis zum Schluss durchspielt. Damit wären alle Debatten um zusätzliche Absteiger und den Verlust von gegen Gießen gewonnenen Punkten beendet.

Was nicht heißt, dass der MBC durch ist. Setzt man einmal voraus, dass Gießen nach vier Punkten Abzug für die Insolvenz und nach dem Spielerverkauf den Rückstand nicht mehr aufholen kann, sind die vier Punkte plus des MBC auf den anderen Abstiegsplatz alles andere als ein komfortables Polster. "Wir müssen schon noch einiges holen", sagt Geissler. Und dazu wird das komplette Team in starker Form gebraucht, auch Wachalski.

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