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Basketball: Schritt für Schritt

Uhr | Aktualisiert 28.12.2012 20:37 Uhr

Frank Menz in seiner heutigen Position als Bundestrainer.

(BILD: DPA/ARCHIV)
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Der ehemalige Chef der MBC-Wölfe erinnert sich an die Tage des neuen deutschen Bundestrainers Frank Menz in Weißenfels. Denn beim SSV Weißenfels absolvierte Menz seine erste Trainerstation.
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weissenfels/MZ. 

Es war ein Sommertag im Jahr 1996. Angekündigt war die Ankunft von Frank Menz als Spieler des SSV Einheit Weißenfels in der 1. Regionalliga-Nord. Nach dem knapp verfehlten Aufstieg in der Saison 1995/96 unter Trainer Uwe Schöttler sollte erneut das Aufstiegsziel zweite Bundesliga mit einer Personalverstärkung in Angriff genommen werden.

Menz, Kroog, Krämer, Kilic und Mayer waren die Neuen, die dieses Vorhaben neben den bisherigen Spielern Ohrt, Collingro, Kasper, Leschek, Scherpiet, Cousin und Portius realisieren sollten.

Aufregender Empfang eines Neuen

Mit Frank Menz war vereinbart, dass vor der Abfahrt Weißenfels auf der A9 eine telefonische Kontaktaufnahme mit mir erfolgen sollte. Etwas aufgeregt wartete ich auf diesen Anruf. Es war mein erster Empfang eines Neuen, denn meine Amtszeit als Geschäftsführer des SSV hatte auch vor noch nicht allzu langer Zeit begonnen.

Privilegiert war Frank schon, denn in seiner Begleitung befanden sich seine heutige Ehefrau, die damalige Basketball-Nationalspielerin Birgit Eckardt mit ihren beiden Töchtern Tina und Jenny. Das war bisher so nicht üblich.

Ersehnter Aufstieg

Es folgte ein erfolgreicher Werdegang. In der Saison 1996 / 97 wurde endlich der ersehnte Aufstieg in die zweite Bundesliga geschafft. Ein schöner Erfolg der Mannschaft um Menz und dem Trainergespann Schöttler/Schmidt. Trotzdem stand die Trainerfrage für die folgende Saison zur Disposition.

Neu war die Bedingung, dass alle Spieler sowie Trainer in Weißenfels und Umgebung wohnen. Auch Menz bewarb sich für den Trainerjob und erhielt den Vorzug vor den anderen Bewerbern. Damit begann er seine Trainerkarriere im Männerbereich in Weißenfels.

Nach zwei Jahren 2. Bundesliga-Nord in der von den etablierten Mannschaften gefürchteten West-Halle erfolgte 1999 der Aufstieg in die 1. Bundesliga mit einem Jahr Ausnahmegenehmigung als Spielstätte ebenfalls in der West-Halle. Rechtzeitig brachten sich die Saalestädter in die Planungsphase der Spergauer Jahrhunderthalle als vorgesehenen Spielort ein, um noch einige machbare Veränderungen für den Basketball zu integrieren.

Der sportliche Triumph mit den Ensminger, Harrison, Freyer, Demirel, Spradley, Roschnafsky und anderen ging weiter. Mit einem sechsten Platz erreichten die Weißenfelser die beste Platzierung eines Aufsteigers in der Geschichte der ersten Liga. Menz erntete die Lorbeeren und avancierte mit nur 36 Jahren zum Trainer des Jahres.

Unter dem neuen Namen Mitteldeutscher Basketball Club (MBC) untermauerte man die Spielstärke in der Folgesaison mit einem siebten Tabellenplatz. Eine tolle Bilanz und die erste Sprossen der Karriereleiter des Frank Menz, dem jetzigen Bundestrainer.

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