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Basketball: MBC-Spieler begeistern Schüler für ihren Sport

Uhr | Aktualisiert 22.11.2012 20:58 Uhr
Beim Passspiel liefert Chad Timberlake Hilfestellung. (FOTO: PETER LISKER) 
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Sascha Leutloff, Chad Timberlake und Kelly Beidler vom Mitteldeutschen Basketballclub waren am vergangenen Dienstag im Rahmen des Mibrag-Schulprojekts zu einer Runde Basketball in der Turnhalle der Weißenfelser Albert-Einstein-Grundschule.
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Weissenfels/MZ. 

Empfangen wurden die Spieler von den 24 Kindern der Klasse 3a mit ihrer Klassenlehrerin Sylvia Kahl. "Einfach nur toll" findet sie das Projekt, deshalb habe sie sich bereits das zweite Mal beworben. "Die Kinder waren schon ganz aufgeregt", sagt Kahl.

Nach einem kurzen Aufwärm- und Dehnprogramm geht es in den Stationsbetrieb. Von den Wölfe-Stars betreut üben die Schüler grundlegende Techniken, wie Dribbling, Korbleger und verschiedene Passvarianten. Da die beiden US-Amerikaner nur Englisch sprechen, kommunizieren sie mit allerlei Gesten. Kelly Beidler hat sehr viel Geduld mit den Kleinen, denn die Korblegerübung, wie sie beim Aufwärmen vor Basketballspielen üblich ist, erfordert Einiges an Koordination. Mit weit ausgestreckten Armen zeigt er immer wieder an, wer wo hinlaufen muss. Dann heißt es vier gegen vier. "Auf's spielen hab ich mich am meisten gefreut", sagt Niklas. Sein Freund Fabian pflichtet ihm bei und meint: "Ich hab' gedacht, dass alle Spieler kommen." Mit den drei Profis ist Fabian aber auch zufrieden. Beim Spiel wird zumeist kollektiv dem Ball hinterhergehetzt. "Sie wollen alleine spielen und Körbe treffen. Aber die Kinder müssen lernen, dass es ein Mannschaftsspiel ist", sagt Kahl und beobachtet ihre Schützlinge. Sicherlich ist die Ausführung der Übungen alles andere als perfekt und im Spiel werden jegliche Regeln über Bord geworfen, aber darauf kommt es ja gar nicht an. Die Kinder haben viel Spaß und das hört man auch geräuschvoll in der kleinen Turnhalle in Weißenfels-West.

"Uns geht es nicht um Talentsichtung", sagt Mario Leuschner, der als MBC-Nachwuchsleiter mit vor Ort war. Mit verschränkten Armen beobachtet er die Schüler. "Das ist 'ne schöne Sache für die Kinder. Die sollen an den Basketball herangeführt werden", erklärt er. Auch wolle man Bewegungsarmut und Fettleibigkeit Einhalt gebieten und etwas gegen Fremdenfeindlichkeit tun, "deshalb haben wir auch Spieler aus anderen Nationen dabei", ergänzt Leuschner. Er ist seit 2005 Nachwuchsleiter des MBC, trainiert vier Jugendmannschaften, führt das Schulprojekt durch und betreut zusätzlich noch elf Basketball-Schul-AGs im Burgenlandkreis. "Ungefähr 300 Kinder gehen pro Woche durch meine Hände", sagt er.

Zum Schluss bekommt jeder ein Käppi und eine Freikarte für das Spiel gegen Ludwigsburg. Und endlich gibt es das, worauf alle sehnlichst gewartet haben: Autogramme. Da reichen Karten nicht mehr aus, Arme und Shirts sollen die Spieler beschriften. Selbst Leuschner umringen die euphorischen Sammler. Die drei Basketballer sind zufrieden. "Es ist gut, den Kindern Freude zu bereiten und ihnen ein bisschen davon zu zeigen, was wir machen", meint Timberlake.

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