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Volleyball: Erwartete Niederlage für den CV Mitteldeutschland

Uhr | Aktualisiert 14.03.2012 23:44 Uhr
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Auch die «Putzkolonne», Jenny Wilde (rechts) und Christin Gaudig, hat jetzt frei. (FOTO: MZ)

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Die Volleyball-Männer des CV Mitteldeutschland sind mit der erwarteten Niederlage in die Play Off-Serie gestartet.
SPERGAU/MZ. 

Wieder eine 0:3-Niederlage, wie schon am Sonntag. Da bedurfte es 71 Minuten, diesmal 73. Aber die Pleite und das damit verbundene Ausscheiden des CV Mitteldeutschland aus den Playoffs störte am Mittwochabend in der Spergauer Jahrhunderthalle keinen. Die geschlagenen Spieler vom CVM hatten ein Lächeln auf den Lippen. Auch die 528 Zuschauer waren zufrieden, bedankten sich mit viel Applaus für das gute Spiel, das sie gesehen hatten. Sollte doch noch ein Letzter unzufrieden gewesen sein, hatte den spätestens CVM-Präsident Peter Kurzawa eingefangen. Denn Kurzawa rief nach Spielschuss über das Hallenmikrofon "Freibier für alle" aus.

Es war ja von vornherein kein Grund zur Unzufriedenheit bei den gastgebenden Piraten da. Das selbst gesteckte Saisonziel Playoffs war erreicht und ein Auswärts- und Heimspiel gegen den Meisterschaftsfavoriten Generali Haching im Playoff-Viertelfinale war nur Zugabe, wenn auch aussichtslos.

Die gestrige Partie gegen Haching hatte den Piraten aber noch einmal so richtig Spaß gemacht - obwohl mit einer Rumpftruppe angetreten. Christian Langer musste arbeiten. Philipp Arne Bergmann wurde kurzfristig ins Trainingslager der U 23-Beachvolleyballer berufen. Und Zuspieler Florian Völker schaute mit einer Gipshand, nach einem Unfall am Dienstag im Training, zu.

So oft wie Trainer Matthias Münz gestern lachend - wenn auch in bekannter Pose mit verschränkten Armen - am Seitenrand stand, hatte man dies in der ganzen Saison nicht gesehen. Was ihn zum Lachen brachte? Seinen Jungs gelangen zum Teil Punkte aus unmöglichen Aktionen. Aber es war nicht nur das Wie, sondern auch wann die Punkte fielen.

Nach dem 7:8 aus Sicht der Spergauer im ersten Satz drehte Haching auf und hielt die Piraten bis zum 20:22 immer auf Distanz. Es folgte einer der an diesem Abend mehrfach zu sehenden langen Ballwechsel, bei dem die Zuschauer aus dem Häuschen waren, weil sie richtig etwas geboten bekamen. Den Punkt bei diesem Ballwechsel machte Haching, angetrieben von den Fans kämpften die Piraten aber tapfer weiter. Erfolgreicher Angriff von Christoph Helbig zum 21:23. Erfolgreicher Block von Sebastian Kühner zum 22:23. Das Münz-Team war dran an Haching, aber beim folgenden Angriff von Helbig ging der Ball ins Aus. Der erste Satz wurde mit 22:25 verloren. Den zweiten gaben die Piraten beim 18:25 etwas leichter an Haching ab. Doch im dritten wollte es der Gastgeber noch einmal wissen. Ständig waren sie dem Favoriten mit ein, zwei Punkten auf den Fersen oder glichen aus. Der eingewechselte Enrico Erhardt machte Punkt für Punkt im Angriff. Auch Peter Mayers Angriff saß zum 23:24 - doch das sollte der letzte Punkt der Piraten in dieser Saison gewesen sein. "Aber es war das beste Spiel meiner Mannschaft gegen Haching in dieser Saison", sagte Münz. Besonders von der Konstanz habe es ihn überzeugt.

Haching hat jetzt eine Woche Zeit, um sich auf das Halbfinale gegen den Sieger des Duells zwischen Moers und Bühl - die müssen ein Entscheidungsspiel bestreiten - vorzubereiten. Die Piraten haben Freizeit. "Zehn Tage sollen die Jungs keinen Volleyball sehen", so Münz, "höchstens Krafttraining machen." Und zum "Entspannen" fährt das Team zu Mitspieler Simon Frühbauer in dessen Heimat nach Österreich.

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