Vorlesen

Volleyball: Ein bisschen Heimat

Uhr | Aktualisiert 24.01.2013 22:22 Uhr
Jairo Hooi freut sich auf die Fahrt zum Moerser SC und auf Brot aus Holland. (FOTO: GRÄTSCH) 
Von
Der CV Mitteldeutschland spielt am Sonntag auswärts gegen den Moerser SC. Jairo Hooi trifft dann auf seinen alten Verein und auf seine Familie.
Drucken per Mail
spergau/MZ. 

"Es ist ein ganz normales Spiel", sagt Jairo Hooi zunächst vor der wichtigen Auswärtspartie gegen den Moerser SC. Aber dann scheint beim 34-jährigen Mittelblockers des CV Mitteldeutschland (CVM) doch die besondere Bedeutung der Partie durch: "Für mich ist es aber auch schön, weil ich meine Familie und meine Freunde wiedersehen werde." Er wisse noch nicht, wie viele von ihnen am Ende kommen, aber einige Freunde aus den Niederlanden haben sich schon angekündigt.

Moers liegt im Ruhrpott und nur eineinhalb Stunden von Hoois' Heimat Winterswijk weg. Seine Eltern werden sich auf den Weg machen, um ihrem Sohn am Sonntag ab 16 Uhr beim Bundesliga-Volleyball anzufeuern.

Bei dieser Gelegenheit bekommt Hooi auch wieder ein paar Dinge aus der Heimat zugesteckt, die er mitnehmen kann in seine Wohnung in Bad Dürrenberg. "Ich habe meiner Mutter gesagt, dass sie mir etwas mitbringen soll, was es hier nicht gibt", erzählt Hooi. Er hofft dabei vor allem auf holländisches Brot. "Das mag ich, weil es etwas weicher ist als das Brot hier."

Wie viel Zeit Hooi bleibt, um mit seiner Familie in Moers zu reden, kann er noch nicht sagen. "Das hängt alles auch davon ab, wie unsere Ablaufpläne mit der Mannschaft aussehen. Und da hat man mal Glück und manchmal auch nicht." Gerne würde er auch wieder mit seinen Freunden aus der Moerser Mannschaft vor der Partie am Sonntag noch mal einen Kaffee trinken gehen. Bei Moers spielen derzeit vier Niederländer und besonders mit Michael Olieman versteht sich Hooi gut. "Es ist immer schwierig, in Kontakt zu bleiben und da sind solche Spiele immer ganz gut."

Jairo Hooi hat vor seinem Wechsel zum CVM im Sommer 2011 selbst beim Moerser SC gespielt. Und genauso wie die beiden Österreicher Oliver Binder und Philip Ichovski in der vergangenen Woche dabei halfen, ihren Landsmann Thomas Zass beim VfB Friedrichshafen zu analysieren, kann jetzt Jairo Hooi seine Spergauer ein wenig unterstützen. Der Niederländer kennt nämlich drei Moerser aus der Nationalmannschaft.

Für die richtungsweisende Partie gegen den Tabellennachbarn kann da jede Hilfe nützlich sein. Mit einem Sieg würden die Piraten ihren sechsten Tabellenplatz festigen, was die direkte Play-off-Qualifikation bedeuten würde. Bei einer Niederlage müsste das Team Platz sechs erstmal wieder an Moers abtreten.

Verstecken werden sich die Piraten jedoch keineswegs. Vor allem nicht nach ihrem klaren Erfolg gegen den VfB Friedrichshafen. Und Piraten-Trainer Münz hat viel vor, wenn Moers am Sonntag den CVM in einer völlig neuen Sporthalle empfängt: "Wir wollen ihnen bei der Eröffnung ordentlich in die Suppe spucken", sagt der Trainer selbstbewusst.

Für dieses Ziel können die Piraten wieder mit Libero Eric Shoji rechnen. Der Hawaiianer fehlte gegen Friedrichshafen wegen eines Magen-Darm-Infekts. Allerdings droht jetzt der zuletzt überzeugende Zuspieler Florian Völker wegen einer Grippe auszufallen. Beim Training am Donnerstag fehlte er. "Am Mittwochabend hatte ich 39 Grad Fieber", sagt der kranke Völker am Telefon etwas niedergeschlagen. Am Freitag soll ein Arzt entscheiden, ob der 21-Jährige in Moers eingesetzt werden kann.

Auch interessant