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Volleyball: CV Mitteldeutschland verliert gegen Bühl in fünf Sätzen

Uhr | Aktualisiert 03.12.2012 09:10 Uhr

Die Volleyballer des CV Mitteldeutschland mussten innerhalb von drei Tagen erneut eine bittere Niederlage hinnehmen. (SYMBOLFOTO: DPA)

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Die Volleyballer des CV Mitteldeutschland mussten innerhalb von drei Tagen erneut eine bittere Niederlage hinnehmen. Am Sonnabend verloren die Piraten gegen TV Bühl in fünf Sätzen-
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BÜHL/SPERGAU/MZ. 

Achterbahnfahrten in Freizeitparks mag Matthias Münz, Trainer des Volleyball-Bundesligisten Chemie Volley Mitteldeutschland (CVM) überhaupt nicht, sagt er. "Ich fahr' ja auch kein Auto", fügt er an und lacht. In den letzten Wochen musste der Coach aber auch nicht unbedingt in eine Gondel einer Achterbahn einsteigen, um eine solche Fahrt live mitzuerleben. Damit beglücken ihn hin und wieder seine Volleyball-Jungs auf dem Feld, wenn sie es spannend machen und die Gefühle des Trainers bergauf und bergab fahren lassen. "Das liegt aber in der Natur des Spiels. Erfolg und Misserfolg liegen im Volleyball ganz eng beieinander. Du bist zwei, drei Punkte in Führung - wenige Minute später liegst du wieder hinten." Genau dieses Hin und Her gab es auch am Samstagabend gegen den TV Bühl in einem Marathonmatch, das die Münz-Truppe nach 133 Minuten in fünf Sätzen (23:25, 25:22, 22:25, 28:26, 13:15) letztlich verlor.

"Derzeit klebt uns das Pech am Schuh. Wir haben gegen einen starken Gegner unglücklich verloren, weil wir am Ende unser Niveau nicht ganz halten konnten und uns ein oder zwei Fehler zu viel unterliefen", erklärte CVM-Trainer Matthias Münz. Nach drei Sätzen lag der Gastgeber mit 2:1 vorn und in Satz vier gab es dann die ungeliebte Achterbahnfahrt für Trainer Münz. Seine Piraten gerieten mit 14:18 in Rückstand, schafften aber die Wende. Eine 24:22-Führung verspielten die Spergauer dann aber wieder. Die Mitteldeutschen wehrten zwei Spielbälle ab und konnten ihrerseits den dritten Satzball verwandeln. "Wie wir da zurückgekommen sind, war schön anzusehen", meinte Münz. Weiter ging es im Tie Break. Da lag der CVM schnell mit 3:1 in Führung und führte auch noch mit 11:10. Doch mit drei Punkten in Serie drehte Bühl den Spieß um und ließ sich diesen Vorsprung nicht mehr aus der Hand nehmen. So hieß es also 2:3 nach Sätzen - eine ebenso knappe Niederlage wie schon beim Pokal-Aus am Mittwoch in Moers. Woran es liegt? "Wir machen in der entscheidenden Phase des Spiels einen Fehler zu viel - zuletzt eben immer im Tie Break", sagt Münz.

Für Montag hat er den Jungs frei gegeben - besonders um den Kopf frei zu bekommen. Denn in nur sieben Tagen haben die Piraten drei Spiele absolviert - allesamt Niederlagen. Zudem sei die Achterbahnfahrt anstrengend gewesen und auch die Reisen zu den Auswärtspartien in Moers und Bühl. Ab Dienstag wird dann an den Schwächen gearbeitet. Die größte liegt wie Matthias Münz sagt im Angriff. "Unsere Angriffspositionen sind nicht durchschlagskräftig", meint er. Viel Zeit um damit herum zu experimentieren bleibt aber nicht, denn in diesem Jahr stehen noch vier Spiele an. "Die können wie alle gewinnen, sollten das auch", sagt Münz. Und Achterbahnfahrten sollten im besten Falle auch nicht mehr dabei sein.

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