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Volleyball: CV Mitteldeutschland trifft auf Wusterhausen

Uhr | Aktualisiert 14.12.2012 19:39 Uhr
Die Piratenspieler (r.) gerieten in dieser Woche auf und neben dem Feld ordentlich unter Beschuss. (FOTO: VINCENT GRÄTSCH) 
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Nach der öffentlichen Kritik durch den Piraten-Vorstand sollten zwei interne Vereinstreffen die Wogen kurz vorm Liga-Spiel wieder glätten.
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Spergau/MZ. 

Die Netzhoppers Königs Wusterhausen dürften sich vor ihrem Spiel am Samstag gegen den CV Mitteldeutschland (CVM) ins Fäustchen lachen. Denn nach der jüngsten Kritik des Vorstands kehrt in Spergau nur langsam wieder Ruhe bei der Piraten-Mannschaft ein. "Wenn wir jetzt 14 Tage Pause hätten, dann kann man so was ja mal machen, aber nicht 48 Stunden vor dem Spiel", kritisiert CV-Trainer Matthias Münz noch einmal den Zeitpunkt von Albrecht Pfefferkorns brisantem Artikel auf der Homepage des Vereins.

Darin warf der Geschäftsführer der Mannschaft nach dem knappen Sieg gegen den Tabellenletzten VCO Berlin Respektlosigkeit gegenüber Fans und Sponsoren vor und lud damit die Partie am Samstag besonders auf.

Doch die Spieler müssen mit dem Druck umgehen können, der beim Spiel am Samstag auf ihren Schultern lastet: "Wer das nicht kann, sollte kein Leistungsspieler werden", stellt Piratenmanager Rick Wiedersberg klar.

Freitagabend wurde noch versucht, die Wogen wieder zu glätten: Zur üblichen Videositzung am Freitagnachmittag kam der Vorstand persönlich vorbei, um der Mannschaft seine Position zu erklären und Fragen zu beantworten. Geplant waren dafür eigentlich nur 15 Minuten, doch am Ende wurde eine ganze Stunde daraus. Viel Redebedarf also. Doch der Aufwand hat sich scheinbar gelohnt: "Ich hoffe, dass jetzt alles geklärt ist", gab sich Trainer Münz danach vorsichtig optimistisch, "Wir wollen uns jetzt ausschließlich auf das Spiel gegen die Netzhoppers konzentrieren und eine gute Leistung bringen, um das Piratenschiff wieder auf Kurs zu bringen." Bereits am Donnerstagabend traf sich der Trainer mit einem Teil des Vorstands zu einem klärenden Gespräch. Am meisten störe ihn nämlich, dass die Problematik in die Öffentlichkeit getragen wurde.

Wie die ganze Diskussion die Spieler beeinflusst, kann Münz nicht sagen: "Das ist schwer abzuschätzen, jeder Mensch reagiert anders." Auf jeden Fall wird es interessant zu sehen, welche Reaktion die Mannschaft am Samstag ab 19.30 Uhr in der Jahrhunderthalle zeigt. Eine Niederlage ließe den frommen Wunsch einer direkten Playoffs-Qualifikation wieder schwieriger erscheinen. Andererseits könnte ein klarer Sieg bedeuten, dass die öffentliche Kritik der Geschäftsführung vor zwei Tagen richtig war. Und das dürfte den Spielern gar nicht schmecken.

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